Formel-1-Weltmeisterschaft

BMWs saubere Lösung

Formel-1-Weltmeisterschaft

— 01.06.2005

BMWs saubere Lösung rückt näher

Die Formel-1-Allianz zwischen BMW und Sauber nimmt Formen an. Fahren die Münchner künftig zweispurig? Oder muß WilliamsF1 weichen?

Das Tal der Tränen ist durchquert – Nick Heidfeld und Monaco sei Dank. Dennoch scheint der Kombination BMW und WilliamsF1 in der Formel 1 keine gemeinsame Zukunft beschert. Rund um den Nürburgring verdichteten sich erneut Gerüchte einer Münchner Zusammenarbeit mit dem Team Sauber – und einer Trennung vom derzeitigen Partner aus Grove.

Zweifel an einer Motorenlieferung in die Schweiz ab 2006 bestehen längst nicht mehr. Noch im Juni soll das Zusammengehen verkündet werden, meldet die "Neue Zürcher Zeitung". BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen bestätigte dem TV-Sender Premiere: "Sauber ist ein gut geführtes Team, bei dem wir glauben, daß die Motoren im richtigen Auto sitzen und daß daraus Erfolge entstehen können." Man sei bereits direkt an der Entwicklung eines Autos der Eidgenossen beteiligt. Eine Übernahme sei aber nicht geplant, so Theissen.

Ähnlich äußerte sich Teamchef Peter Sauber, dem die derzeit 28 Millionen Dollar jährlich für Motorenlieferant Ferrari deutlich zuviel sind. Das ist aber wohl nur die halbe Wahrheit. Schon in diesen Tagen könnte sich der BMW-Vorstand mit einem Plan des ehemaligen Motorsportdirektors Gerhard Berger über eine Komplett-Übernahme des Rennstalls aus Hinwil beschäftigen. Geschätzter Kostenpunkt: rund 200 Mio. Euro. Auch ein reines BMW-Team im Formel-1-Circuit ist weiter nicht ausgeschlossen – ist für Theissen doch "die Vernetzung aller Abläufe und aller Entwicklungsaktivitäten" der Schlüssel zum Erfolg.

Für den Zusammenschluß – BMW könnte die (Mehrheits-)Anteile der Schweizer Kreditgesellschaft "Credit Suisse" übernehmen – spricht auch die von Theissen festgestellte "ähnliche Denkweise" beider Lager. An derartiger menschlicher Nähe mangelte es der britisch-bayerischen Allianz erwiesenermaßen seit Beginn der Zusammenarbeit vor sechs Jahren. So wird unter anderem seit geraumer Zeit von gegenseitiger Einmischung und Schuldzuweisungen, zum Beispiel für die schlechten Starts des FW27, berichtet. Patrick Head, Anteilseigner und Engineering director bei WilliamsF1, beschwerte sich zudem im Magazin "Formel aktuell": "Einige Leute bei BMW Motorsport wünschen sich eine andere Situation als die, die im Moment existiert." Als möglicher Nachfolger von BMW als Motorenlieferant der Briten wird bereits Honda gehandelt.

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