Formel-1-Weltmeisterschaft

Formel-1-Weltmeisterschaft

— 13.09.2005

Mercedes will den Trost-Titel

Die Ferrari-Wachablösung ist perfekt, aber wer wird Konstrukteurs-Weltmeister? Die Silberpfeil-Ambitionen bekamen in Spa einen heftigen Schlag.

Der Kampf um Schumis Erbe ist so gut wie entschieden, doch um den Ferrari-Nachlaß wird weiter heftig gestritten. Renault (152 Punkte) und McLaren-Mercedes (146) wollen die Formel-1-Marken-WM – und zwar unbedingt. Vor allem in Stuttgart ist man heiß auf den Trost-Titel, den man bislang erst einmal (1998) einheimsen konnte.

"Für ein Team ist das ein sehr, sehr wertvoller Titel", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, "mit allen Begleiterscheinungen wie dem Geld oder dem besseren Platz in der Boxengasse." Da kam es natürlich äußerst ungelegen, daß Heidfeld-Ersatz Antonio Pizzonia in Spa seinen BMW-Williams nicht im Griff hatte – und mit dem Heck von Juan Pablo Montoya auch den silbernen Titelambitionen einen heftigen Schlag versetzte. Zehn Punkte kostete McLaren-Mercedes die umstrittene Aktion – acht eigene für den voraussichtlichen Zweiten Montoya, zwei fremde für die bessere Alonso-Plazierung (Zweiter statt Dritter). Pizzonia allein die Schuld für eine mögliche Vizemeisterschaft zu geben, wäre jedoch angesichts der vielen geplatzten Motoren und Reifen ungerecht, das weiß auch Haug.

Egal, wer auch immer am Ende die Nase vorne haben wird: Nach sechs Ferrari-Markentiteln in Serie ist Renault und McLaren-Mercedes die Wachablösung gelungen. Kein Wunder, daß Haug schon vor den letzten Kilometern "ein absolut positives Fazit" zog: "Wir sind auf Kurs. Titel hin, Titel her. Es geht in die richtige Richtung. Aber wir lehnen uns nicht zurück." Acht Siege in den letzten elf Rennen geben ihm bei dieser Analyse eindeutig recht.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.