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Formel 1: Williams-Technikchef über 2018

— 11.11.2017

"Mit zwei Massas hätten wir mehr Punkte"

Williams-Technikchef Paddy Lowe spricht exklusiv mit ABMS über die Herausforderung bei Williams, Felipe Massas Rücktritt und mögliche Nachfolger.

Williams-Technikchef und Teilhaber Paddy Lowe (55) zieht  schon zwei Rennen vor Schluss ein Fazit über seine erste Williams-Saison als Technischer Direktor. Zu AUTO BILD MOTORSPORT sagt der Brite: "Es war klar, dass wir nicht gewinnen würden. Das Podium von Lance Stroll in Baku war eher die Überraschung, eine positive natürlich."

Paddy Lowe wechselte von Mercedes zu Williams

Lowe wollte nach seinen drei WM-Titeln als Technikchef bei Mercedes eine neue Herausforderung und er bekam sie. Lowe lächelnd: "Für manchen zehnten Platz von Felipe mussten wir mehr kämpfen als mit Mercedes für Siege. Aber das sieht man von außen nicht, weil dort nur das Ergebnis zählt." Der Brite weiß, wo die Schwächen des Autos liegen, wo für 2018 die Fortschritte kommen müssen. "Wir haben mit dem Mercedes den besten Motor der Formel 1. Also muss es am Auto liegen. Es ist eine Summe aus allem, aber hauptsächlich müssen wir die Aerodynamik verbessern."

Langfristig könnte sich Lowe wie Force India eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Konzern vorstellen. "Es ist eine Idee, neben der Power Unit auch Getriebe und Antriebsstrang von Mercedes zu bekommen", sagt er. "Das wäre definitiv ein Fortschritt."

Williams sucht noch den Teamkollegen für Lance Stroll

Dann auch für den neuen Fahrer, der Felipe Massa 2018 ersetzen darf. "Dass Felipe sich zum Rücktritt entschlossen hat ist schade", so Lowe. "Ich hatte schon vorher eine besondere Beziehung zu ihm. Als Lewis ihm 2008 600 Meter vor dem Zielstrich noch den Titel wegschnappte, war ich bei McLaren und damit der Gewinner. Trotzdem hat mir Felipe leid getan. Er hat in diesem Jahr einen tollen Job gemacht, auch als Mentor von Lance."

Zum Williams-Neuling mit dem schwerreichen Herrn Papa sagt der Technikchef: "Lance fuhr sein erstes Jahr in der Formel 1, seine Lernkurve ging ständig nach oben, das war das Ziel. Aber klar, mit zwei Massas im Team hätten wir mehr Punkte."

Der Brasilien GP 2017 ist Massas letztes Heimrennen

Nur bei der Frage wer Massas Nachfolger werden könnte, wird Lowe einsilbig. "Da will ich im Moment nichts zu sagen." Presseberichte, wonach Mercedes-Junior Pascal Wehrlein nicht mehr auf der Liste stünde, weist er indes energisch zurück: "Pascal ist noch im Rennen." Auch dass es nach dem letzten Grand Prix in Abu Dhabi Testfahrten mit den Kandidaten Wehrlein, Robert Kubica, Paul di Resta und Daniil Kvyat geben könnte, hält er für möglich.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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