Formel-1-Wintertests

Formel-1-Wintertests

— 13.11.2006

Teams in Reifennot

Gefährdet Bridgestones Sparkurs die ersten Wintertests in Südeuropa? Die 2007er-Walzen sind noch nicht fertig.

Schocknachricht für das Formel-1-Feld: Vorläufig ist Bridgestone wohl nicht in der Lage, alle elf Teams für die Wintertests in Barcelona (ab 28. November) und Jerez (6. bis 15. Dezember) auszurüsten. Bridgestone ist nach dem Rückzug von Michelin Formel-1-Alleinausrüster. Die Japaner müssen nun auch Michelins bisherige Partner beliefern: Renault, McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Honda, Red Bull und Toro Rosso. Allerdings hat die Firma laut Insider-Informationen nicht genug Reifen. Deshalb bemüht man sich um eine Absage zumindest des Barcelona-Tests.

Eine Bridgestone-Sprecherin dementiert jedoch: "Für alle Partner mit Verträgen sind auch Reifen da." Welche, sagt sie nicht. Offenbar sind noch keine Walzen der 2007er Konfiguration fertig. Denn "wir waren zu sehr und zu lange im Titelkampf engagiert", erklärt ein Bridgestone-Mitarbeiter. Die neuen Reifen werden deutlich härter als 2006, haften schlechter und kosten erheblich weniger.

Die bisherigen Bridgestone-Partner sollen nun mangels Alternative mit den 2006er Reifen testen. Die Neukunden fahren womöglich vorerst mit Michelin-Fabrikaten weiter. McLaren-Mercedes hat bei den Franzosen Restbestände reserviert. Für Motorentests ist das Reifenfabrikat unerheblich. Allerdings haben fast alle Teams neue Radaufhängungen fertig. Um die anzupassen, braucht man neue Walzen. Aber Bridgestone trommelt mit Blick auf die Kosten seit Monaten für weniger Testfahrten. Das Werk beorderte fünf von sechs Entwicklungs-Ingenieuren aus der Europa-Zentrale bei Oxford/England nach Japan zurück. Vielleicht werden die dort jetzt dringender gebraucht.

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