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Formel 1: Wirbel um Verstappen-Aussagen

— 03.09.2016

"Villeneuve hat selbst getötet!"

Harter Tobak von Max Verstappen: Der Red-Bull-Star reagiert mit einem heftigen Spruch auf Kritiker Jacques Villeneuve! ABMS erklärt: Darum geht es.

Wirbel um einen verbalen Schlagabtausch zwischen Max Verstappen und Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve. Der Kanadier hatte nach Verstappens Rüpel-Rennen in Spa geraten, dass der junge Holländer ruhiger werden müsse. "Du wirst sonst noch jemanden umbringen", kommentierte der Kanadier, der für Sky Italia im Fahrerlager unterwegs ist.

Ex-Weltmeister Villeneuve arbeitet nun als TV-Experte

Jetzt wehrt sich Verstappen junior. "Er sollte mit seinen Statements, dass jemand stirbt, aufpassen, denn er hat selbst jemanden getötet", giftet der 18-Jährige im niederländischen Fernsehen NOS zurück.

Was Verstappen meint: 2001 kam bei einem Horrorunfall Villeneuves ein Streckenposten ums Leben. Ralf Schumacher hatte damals im BMW-Williams zu früh gebremst, Villeneuve knallte ihm ins Heck, stieg auf und überschlug sich. Tragisch: Ein Rad flog durch eine Öffnung im Fangzaun und traf den dort postierten Streckenmarschall Graham Beveridge tödlich am Kopf.
AUTO BILD MOTORSPORT fragte bei Red Bull nach und kann die kontroversen Äußerungen bestätigen. Verstappen legte sogar noch nach: "Er muss auf sich selbst schauen. Was er sagt, ist respektlos gegenüber der Familie des verstorbenen Streckenposten."

Verstappen gilt seit Spa als neuer Formel-1-Rambo

Villeneuve will sich auf einen verbales Duell nicht einlassen. "Ich will keine endlosen Dikussionen und werde daher nichts weiter zu diese Sache sagen", so der Weltmeister von 1997 zu ABMS. Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko versucht die Aussagen seines Schützlings indes zu erklären: "Villeneuve war von Anfang an sehr kritisch gegen Max, das hat er wohl nicht vergessen."

Auch zu ABMS sagte der Kanadier bereits am vergangenen Sonntag: "Max gehört bestraft, aber die Formel 1 hat in ihm ihren neuen Superstar gefunden, deshalb halten sich die Stewards zurück."

Kommentar von ABMS-Redaktionsleiterin Bianca Garloff

Endlich ist wieder was los in der Formel 1. Wenn schon auf der Strecke wegen der Mercedes-Dominanz Langeweile herrscht, zoffen sich wenigstes die Protagonisten. Max Verstappens Auftreten auf und neben der Strecke finde ich erfrischend. Sein Verhalten entspricht dem eines zukünftigen Champions. Keine Kritik zulassen, sich um jeden Preis Respekt verschaffen. Und kein Blatt vor den Mund nehmen. Da entwickelt sich ein echter Charakterkopf, den der Sport so dringend braucht.

Um diesen Crash geht's: Villeneuve 2001 in Melbourne

Trotz allem muss der junge Holländer aufpassen, dass er keine moralischen Grenzen überschreitet. Villeneuve vorzuwerfen, er hätte den Streckenposten "getötet", ist schlichtweg falsch. Der Kanadier war nicht Schuld am Unfall. Ralf Schumacher hatte damals schlichtweg zu früh gebremst. So etwas kann passieren.

Der Tod des Streckenpostens war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Verstappens Fahrweise mit späten Spurwechseln in der Bremszone ist dagegen zwar sehr mutig, aber eben auch gefährlich. Nicht umsonst hat Rennleiter Charlie Whiting deshalb bereits am Monza-Freitag mit dem Shootingstar ein klärendes Gespräch geführt. Mit solchen Aussagen - dazu zählt auch die Revanche für den Startcrash von Spa - sollte sich Verstappen etwas zurückhalten.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance / Twitter

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