Formel-1-WM

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— 27.07.2009

Alonso als Massas Ersatzpilot

Vor dem Großen Preis von Europa 2009 in Valencia kündigt sich ein spektakulärer Wechsel an: Weil sein Renault-Team gesperrt ist, kann Fernando Alonso den verletzten Massa bei Ferrari ersetzen.

Ferrari-Pilot Felipe Massa (28) befindet sich nach seinem schweren Unfall beim Großen Preis von Ungarn 2009 im Budapester Militärkrankenhaus AEK weiter auf dem Weg der Besserung. Heute weckten ihn die Ärzte erneut aus dem künstlichen Tiefschlaf. Doch sein Leibarzt Dino Altman hat dem Brasilianer nach dem Kopftreffer durch eine 800 Gramm schwere Feder und eine anschließende Not-Operation am Stirnbein mindestens sechs bis acht Wochen Rennpause verordnet. Ferrari steht nun also vor der Frage, wer den Vizeweltmeister beim GP von Europa im spanischen Valencia in vier Wochen ersetzen soll. Für Formel-1-Insider ist eine Variante längst der absolute Traum: Fernando Alonso (27) steht nach dem Radverlust in Ungarn und der anschließenden Straf-Sperre seines Renault-Teams für das Rennen in Spanien ohne Auto da. Die Roten noch ohne Fahrer.

GP Spanien ohne Alonso vor Supergau

Und für Valencia wäre ein Startverbot des spanischen Doppelweltmeisters der Supergau. Denn: der Ticketverkauf läuft jetzt schon schleppend. Ohne Alonso dürfte das Interesse noch mehr sinken. Und es ist ein offenes Geheimnis, dass der Ex-Weltmeister (2005, 2006) im kommenden Jahr sowieso bei den Roten andocken will. "Alonso in den Ferrari zu setzen wäre deshalb eine tolle Idee", sagt auch F1-Experte Niki Lauda (60). "Eigentlich sollte Ferrari das versuchen! Das wäre gut für die Roten, Spanien, Alonso und die Formel 1." Allerdings, so schränkt der F1-Weltmeister der Jahre 1975, 1977 und 1984, ein: "Es wird wohl an Detailfragen scheitern. An Renault-Chef Flavio Briatore (59), der Alonso nicht freigeben will. Am Gehalt. An Sponsorverträgen."

Nur das Renault-Team ist gesperrt – nicht dessen Piloten

Fakt ist aber: Nur das Renault-Team wurde gesperrt, nicht der Fahrer. "Laut Regelwerk wäre ein einmaliger Wechsel eines Piloten in ein anderes Team problemlos möglich", sagt eine Sprecherin des Automobil-Weltverbandes FIA, der Sporthoheit der Formel 1. "Jede Mannschaft darf pro Saison vier Fahrer melden." Nach dem GP Europa könnte also sogar noch ein anderer Pilot ans Ferrari-Steuer. Im Hintergrund zieht Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone (78) längst die Strippen: "Wenn Renault Alonso freigeben würde - und Ferrari ihn will - wäre es das Beste, was passieren kann für die Formel 1, Valencia und für alle", äußerste sich der Brite pro Alonso. Allerdings hat Renault gegen die Sperre Berufung eingelegt. Sollte Alonsos spektakulärer Wechsel aber nicht klappen, sind bereits andere Piloten in den Startlöchern. Wer das alles ist – und wie hoch jeweils die Chance steht – erfahren Sie in unserer Bildergalerie. Klicken Sie sich durch!

Autor: Bianca Garloff

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