Max Verstappens härtesten Aktionen in der F1

Formel 1: WM-Mitfavorit Verstappen?

— 10.01.2018

Drei Hürden für Red Bull

Max Verstappen hat seit Malaysia genauso viele Punkte gesammelt wie Weltmeister Lewis Hamilton. Doch kann er 2018 wirklich um die WM fahren?

Viele Fans träumen, dass aus dem Zweikampf Lewis Hamilton versus Sebastian Vettel ein Dreikampf wird – mit dem jungen Heißsporn Max Verstappen. Der 20-Jährige spaltet die Meinungen: Die einen finden seine Zweikämpfe zu hart, den anderen imponiert er zutiefst. Verstappen löst in Holland einen wahren Formel-1-Boom aus, von dem auch die Rennveranstalter in Belgien, Deutschland und Österreich profitieren.

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Doch kann der Niederländer 2018 wirklich mitmischen? Seit Verstappen den Technikfluch besiegt und in Malaysia gewonnen hat, hat er in den letzten sechs Rennen 100 Punkte gesammelt – genauso viel wie Lewis Hamilton, mehr als Valtteri Bottas (93) und Sebastian Vettel (82). Red Bull konnte die Lücke zu Mercedes und Ferrari schließen. Reicht das für 2018?

Red Bull Motorsportchef Helmut Marko ist für 2018 zuversichtlich

Drei Gründe sprechen dagegen. Punkt eins: der Motor. Renault hat nach wie vor ein PS-Defizit. GPS-Messungen ergeben: Mercedes kommt im Rennen auf 949 PS, Ferrari auf 934, Renault aber nur auf 907. Leistung ist aber nicht alles: Auch Spritverbrauch, Fahrbarkeit, Stärke des Hybridsystems sind entscheidend. Und die Zuverlässigkeit. Doch auch da hat Renault Schwächen. In jedem Rennen 2017 musste Renault mindestens einen Motorschaden verkraften. Und Renault-Motorsportchef Cyril Abiteboul warnt schon jetzt: Weil 2018 nur noch drei Motoren pro Jahr und Fahrer verwendet werden dürfen, könnte Renault wieder Probleme haben.

Punkt zwei: Das Renault-Werksteam schwächt Red Bull. Bei den komplexen Hybridmotoren ist es entscheidend, dass Chassis und Antrieb aus einem Guss entstehen. Red-Bull-Technikchef Adrian Newey klagt daher im Interview mit Sky: „Wir merken den Einfluss des Werksteams bei der Installation des Motors. Die Architektur des Motors wird nun vollständig vom Werksteam vorgegeben – wo der Öltank, Turbolader, der Auspuff und so weiter sitzen. Das ist nicht ideal für uns.“ Trotzdem macht er Hoffnung: „Renault ist immer sehr gut darin gewesen, die Kundenteams fair zu behandeln. Die Frage bleibt, ob man die Lücke zu Ferrari und Mercedes schließen kann.“
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Und Punkt drei: Der Automobilweltverband FIA hat einen Regelpassus präzisiert. Red Bull spielte bei Lenkbewegungen mit der Bodenfreiheit. Bei der Kurvenfahrt senkt sich die Front des Formel-1-Flitzers immer etwas ab, FIA-Technikchef Charlie Whiting schickte deshalb eine neue technische Direktive an die Teams. Darin heißt es: „Bei manchen Teams senkt sich das Auto weiter ab, als das auf natürliche Art und Weise der Fall ist. Das ist nicht im Sinne des Reglements.“ 2018 dürfen sich die Fahrzeuge bei der Kurvenfahrt um nicht mehr als fünf Millimeter absenken. Eine Stärke des Red-Bull-Chassis ist damit eliminiert.

Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko bleibt dennoch optimistisch: „Unsere Konkurrenzfähigkeit ist dadurch nicht eingeschränkt“, sagt er zu AUTO BILD MOTORSPORT. Im Gegenteil: „2018 ist es wichtig, dass wir von Anfang an vorn dabei sind.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Red Bull Content Pool

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