Testfahrten in Barcelona

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Formel 1: Wo stehen die Topteams?

— 08.03.2017

Mercedes fürchtet Ferrari!

Die Testfahrten in Barcelona deuten auf eine spannende Saison hin. Ferrari könnte auf Augenhöhe mit Mercedes fahren. Mercedes schätzt die Roten sogar besser ein!

Noch drei Tage wird getestet, dann werden die Formel-1-Autos nach Australien verfrachtet. Dort startet am 26. März der erste Grand-Prix der neuen Saison. Derzeit analysieren die Teams bei den Probefahrten, wo sie gerade stehen. Unsicherheitsfaktoren gibt es dabei aber immer: Keiner weiß, wer wirklich wie viel Motorleistung freigegeben hat, wer mit wie viel Benzin an Bord hat, wer wirklich Vollgas gibt. Aber es lassen sich Trends herauslesen.

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Zum Beispiel, dass Ferrari sehr gut dasteht. Natürlich: Bestzeiten fuhr Ferrari auch 2016 schon bei den Wintertestfahrten. Bei Red Bull hat man den Verdacht, dass Ferrari auch in diesem Jahr wieder mit weniger Benzin an Bord unterwegs war als Mercedes und Red Bull: „So spät wie Kimi Räikkönen letzte Woche gebremst hat, kann der gar nicht viel Sprit im Tank gehabt haben“, ist sich Red-Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko sicher.

Wie stark ist Red Bull? Ist der Renault gut genug 2017?

Doch Mercedes hat Ferrari durchaus auf der Rechnung. Weil Ferrari bisher auch immer mindestens eine Stufe härtere Reifensätze am Fahrzeug montiert hatte – und die sind langsamer. Bei Ferrari ist also noch Luft nach oben – und trotzdem waren die Zeiten so schnell wie die der Mercedes. Valtteri Bottas erklärte gestern: „Ferrari sieht sehr stark aus, sie scheinen konstant und schnell zu sein. Wir müssen also hart arbeiten, denn wir dürfen sie nicht unterschätzen – und Red Bull auch nicht.“

Lewis Hamilton geht sogar noch einen Schritt weiter: „Ferrari scheint uns und Red Bull einen Schritt voraus zu sein.“ Der Brite hatte gestern einen problemreichen Tag: Die Updates am Mercedes funktionierten nicht. Diverse Teile am Mercedes W08 Hybrid waren neu designt. So auch der Unterboden, der Probleme bereitete und repariert werden musste – obwohl Hamilton weder neben der Piste war, noch zu stark über die Randsteine geräubert ist. Hamilton: „Heute hat sich das Ganze nicht gerade prächtig angefühlt. Schlechter als letzte Woche.“
Die wichtigsten Infos der ersten Testtage 2017: HIER

Im Winter hatten alle Angst vor Red Bull – weil Technikchef Adrian Newey in der Vergangenheit bei größeren Regeländerungen, wie es sie eben auch 2017 gibt, immer die beste Arbeit machte. Doch bisher ist Red Bull nur dritte Kraft – auch wegen des Motors. Das Renault-Triebwerk sorgt immer wieder für Probleme, am meisten bei Toro Rosso (kein Team ist bisher weniger gefahren), am wenigsten noch bei Red Bull. Selbst das Renault-Werksteam hat schon drei Motorenwechsel hinter sich. Nur einer davon war geplant.

Die Kluft zwischen den drei Topteams und dem Mittelfeld wird außerdem größer. Es zeigt sich, dass die kleinen Teams nicht die finanziellen und technischen Ressourcen für das neue Aerodynamik-Wettrüsten haben. Mut macht die Bestzeit von Felipe Massa im Williams-Mercedes. Massa aber glaubt: „Die drei Topteams können noch schneller fahren.“ 168 Runden an einem Tag sind mit den neuen, schnelleren Autos und den damit verbundenen höheren Fliehkräften, dennoch eine reife Leistung von Massa. Der Muskelkater dürfte jedenfalls riesig sein…

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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