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Formel 1: Wolff nach Aus enttäuscht

— 04.07.2014

Zehn Kilometer Märchen

Williams-Pilotin Susie Wolff will positive Aspekte ihres verkorksten Freitagseinsatzes mitnehmen und in Hockenheim erneut angreifen.



So hatte sich Susie Wolff ihr Formel-1-Debüt im Rahmen eines Grand-Prix-Wochenendes nicht vorgestellt: Kaum war sie am Freitag zum Freien Training in Silverstone aus der Boxengasse gerollt, da stand ihr Williams auch schon wieder. Nach weniger als zehn gezeiteten Kilometern gab der Mercedes-Antriebsstrang den Geist auf und die Blondine stützte sich mit gesenktem Haupt auf die Leitplanke. "Die Enttäuschung ist riesig", erklärt Wolff selbst nach ihrem ersten Einsatz als Freitagsfahrerin.

Dabei hatte das Team alles getan, um der Schottin vor heimischer Kulisse ein gelungenes Debüt zu bescheren. "Dieses Wochenende war so gut vorbereitet", hadert Wolff. "Ich wusste genau, was ich tun musste. Schon die Runde aus der Box heraus fühlte sich so gut an, das Auto war gut. Ich dachte: 'Ich kann es schaffen'." In Silverstone hatte sie Ende 2012 ihr Königsklassen-Debüt gegeben und schon mehrmals getestet. Außerdem schwärmt sie vom schnellen und flüssigen Charakter der Bahn in Mittelengland.

Geplant war, dass die 31-Jährige sich langsam an das Limit herantastet und die Rundenzeiten Schritt für Schritt drückt. Sie weiß mit der Enttäuschung umzugehen: "Ich wollte es langsam angehen lassen und sukzessive zulegen. Aber so ist der Sport, das kenne ich seit Jahren." Immerhin hat Wolff nach eigener Aussage aus dem verkorksten Auftritt zumindest einige wenige Lehren gezogen und die Abläufe an einem Formel-1-Wochenende am eigenen Leib erfahren. Hinzu kommt eine Portion Selbstvertrauen.

Schließlich betont die Ex-DTM-Pilotin, dass sie die endgültige Überzeugung besitze, bereit zu sein für die Formel 1. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich es nie probieren, wenn ich nicht sicher wäre, es bewerkstelligen zu können. Eineinhalb Runden haben sich gut angefühlt." Schon in zwei Wochen sitzt sie wieder im Williams, dann in der ersten Session des Freien Trainings zum Deutschland-Grand-Prix. "Jetzt heißt es: 'Kopf hoch!' Mir bleibt Hockenheim, um zu zeigen, was ich kann", gibt sie sich kämpferisch.

"Diese weitere Chance ist das Positive", so Wolff weiter. Die Bahn im Badischen ist sie mit einem Formel-1-Auto bisher nicht gefahren, kennt sie aus ihrer DTM-Zeit allerdings sehr gut. Einmal mehr werden alle Augen auf ihr ruhen: "Ich will es nicht nur sagen, ich will es zeigen. Wir werden das mit dem gleichen Ansatz angehen. Druck lastet auf jedem. Da gibt es keinen zusätzlichen für mich." Wolff ist sich nicht sicher, ob Williams sie für ihr Pech in Silverstone mit einem dritten, bisher nicht geplanten Freitagseinsatz entschädigt, schließlich ist der junge Brasilianer Felipe Nasr der etatmäßige Test- und Ersatzfahrer. Hinzu kommt, dass er das Geld einer Großbank mitbringt.

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