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Formel 1: Wolff schreibt Vettel nicht ab

— 11.10.2017

„Kann mit Ferrari mitfühlen“

Mercedes-Motorsportwelt hat Sebastian Vettel im WM-Kampf noch auf der Rechnung. Das sagt der Österreicher über die Lesitung der Konkurrenz.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff warnt vor verfrühter Euphorie hinsichtlich des WM-Titels für Lewis Hamilton. "Für mich ist etwas erst dann sicher, wenn es nicht mehr anders werden kann“, sagt der Österreicher in der aktuellen SPORT BILD. "Wir sehen einen der härtesten WM-Kämpfe seit langer Zeit und müssen weiter alles geben, um diese Saison für uns zum Erfolg zu machen. Unser Auto ist immer noch eine Diva. Sebastians Schicksal in den letzten drei Rennen zeigt, wie schnell sich die Dinge ändern können. Im Rennsport kann immer das Unvorhergesehene passieren und es sind noch 100 Punkte zu holen. Wir nehmen den Fuß solange nicht vom Gas, bis wir den Titel haben.“

59 Punkte beträgt der Vorsprung von Hamilton in der WM

Für die Scuderia rund um Sebastian Vettel zeigt Wolff angesichts des Ausfalls von Vettel in Japan und mittlerweile 59 Punkten Rückstand Verständnis: "Wenn du die Grenzen auslotest, kommst du manchmal eben auch an deine Grenzen“, erklärt er. "Ferraris Entwicklung von 2016 auf 2017 war unglaublich, aber solche Rückschläge sind Teil der Entwicklungskurve eines jeden Teams. Formel 1 ist manchmal eine Wissenschaft für sich. Ich kann deshalb jetzt auch mit Ferrari mitfühlen.“
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Seinem Starpiloten und bald wohl vierfachen Weltmeister Lewis Hamilton streut der Mercedes-F1-Boss indes Rosen: "Lewis ist sicher einer der besten Fahrer der Geschichte. Er würde nicht den Pole-Position-Rekord halten, wenn er das nicht wäre. Jetzt geht es darum, dass er mit Mercedes weitere Siege und Meisterschaften gewinnt. Er ist auf jeden Fall auf einem sehr guten Weg.“ Daran hat auch Teamkollege Valtteri Bottas seinen Anteil. Wolff: „Lewis wird immer besser, in jeder Beziehung. Das liegt aber auch an Valtteri. Weil er und Lewis weniger kontrovers sind. Das war mit Nico Rosberg anders.“ Die Rivalität im eigenen Team zu managen war laut Wolff "anstrengend und zeitintensiv. Diese Zeit hätte ich mir oft lieber für die Fahrzeugentwicklung gewünscht." 

Wolff weiß aber auch, dass man Hamilton seine Eigenarten lassen muss: "Er ist ein Freigeist, man kann ihn nicht in einen Goldkäfig sperren. Fundamental ist er der Mann, den wir an einem schwierigen Tag im Auto haben wollen."

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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