Formel 1: Galerie - Malaysia GP

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Formel 1: Wolff warnt vor Red Bull

— 30.03.2014

Vettel war brutal schnell

Mercedes-Sportchef Toto Wolff freut sich über den Doppelerfolg in Sepang – er warnt jedoch auch vor der wiedererstarken Konkurrenz von Red Bull.

Beim Blick auf das Rennergebnis von Malaysia war ein dickes Grinsen auf den Lippen von Mercedes-Sportchef Toto Wolff (42) vorprogrammiert. Lewis Hamilton Erster, Nico Rosberg Zweiter – besser geht es nicht! Doch trotz des Doppelsieges im Glutofen von Sepang plagten den Österreicher nach der Zieldurchfahrt einige Sorgen. Allen voran zu nennen wäre da Red Bull. Das Weltmeisterteam ist nach seiner schlechten Wintervorbereitung viel schneller an die Spitze zurückgekommen als von allen Experten erwartet und schon wieder zweite Kraft hinter den Silberpfeilen.

Fokus bereits auf Bahrain

Vertraute Feinde: Red-Bull-Teamchef Christian Horner (li.) und Mercedes-Boss Niki Lauda (re.) wissen, wer dieses Jahr die WM unter sich ausmacht...

Wolff nach dem Rennen: „Wir sind nach wie vor auf dem richtigen Weg und wollen auch feiern, dass wir hier Platz eins und zwei eingefahren haben – aber man darf nicht vergessen: Sebastian (Vettel; d. Red.) ist uns das ganze Rennen über im Nacken gesessen.“ Für den Österreicher war ein entspanntes Betrachten des Renngeschehens somit schwer. „Sebastian war schon brutal schnell, hat viel Druck gemacht und deshalb dürfen auch wir jetzt nicht locker lassen.“ Wolff forderte trotz aller Party-Stimmung bei Mercedes, den Fokus aufrecht zu erhalten. „Wir müssen jetzt schon auf Bahrain in einer Woche schauen.“ Dann trägt die Formel 1 in der Wüste ihren dritten Lauf des Jahres aus.

Vom Nirgendwo in den Rückspiegel

Bei WM-Leader Nico Rosberg ist die mahnende Botschaft seines Chefs jedenfalls angekommen. Er zeigte sich ähnlich beeindruckt vom Leistungs-Comeback Red Bulls. „Man muss sich das mal vorstellen...“, so Rosberg: „Am letzten Testtag waren die nirgendwo, ganze vier Sekunden langsamer als wir – und heute ist Seb wieder in meinem Rückspiegel. Das ist schon Wahnsinn, eine sehr gute Leistung und daran merkt man auch, dass sie das dominierende Team der letzten Jahre waren.“ Panik sei jedoch ebenso unangebracht. „Noch haben wir Vorsprung und den müssen wir jetzt nutzen“, weiß der 28-Jährige. Damit Rosberg beim nächsten Rennen seine WM-Führung weiter ausbauen kann, hat Wolff zudem eine genaue Untersuchung der Malaysia-Daten angeordnet.

Genaue Pace-Analyse gefordert

Keine Sekunde Pause: Sebastian Vettel im Red Bull (hinten) folgte Landsmann & WM-Leader Nico Rosberg im Mercedes (vorne) auf Tritt und Schritt!

Dem Wiener war aufgefallen: „Lewis konnte von Anfang an kontrolliert wegstürmen, Nico nicht. Wir müssen analysieren, warum wir auf den Autos so einen Pace-Unterschied hatten.“ Rosberg habe vor allem zu Rennbeginn über starkes Übersteuern geklagt. „Deshalb kam Sebastian auch so nah ran – zum Glück ist es dann zu Rennmitte aber besser geworden“, verrät Wolff. „Wir dachten erst, dass Nico am Start zu viel durchdrehende Räder hatte.“ Das Problem hätte sich jedoch beim zweiten Reifensatz fortgesetzt. „Bislang unerklärlich, denn eigentlich gab es keine großen Setup-Unterschiede“, rätselt Wolff, der gemeinsam mit den Technikern auch beim internen Spritverbrauch zwischen Hamilton und Rosberg Ungereimtheiten festgestellt haben will.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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