Formel 1

Formel 1: Zak Brown bei McLaren

— 29.11.2016

Das ist Alonsos neuer Chef

Zak Brown ist vor dem Abu-Dhabi-GP als neuer Direktor von McLaren bestätigt worden. Hinter Fernando Alonsos neuem Chef steht ein wahrer Renn-Enthusiast.

Er verfügt über das größte Sponsorennetzwerk im Rennsport, er ist im Besitz von mehr als 125 historischen Rennwagen und fährt diese auch – und er wurde sogar schon als möglicher Nachfolger von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gehandelt. Der neue McLaren-Chef Zak Brown ist im Motorsport kein unbeschriebenes Blatt. Er soll das Traditionsteam wieder auf Kurs bringen. Der letzte WM-Titel reicht ins Jahr 2008 zurück (mit Lewis Hamilton). Es ist die längste Durstrecke seit dem ersten Titelgewinn 1974 mit Emerson Fittipaldi!

Brown könnte für McLaren ein Glücksfall werden. Er ist Chef von Just Marketing International (JMI) – der weltweit größten Marketing-Agentur. Er vermittelte schon diversen Formel-1-Teams Geldgeber, so war er für den Martini-Deal von Williams verantwortlich, aber auch für den Johnnie-Walker-Deal von McLaren.

Fernando Alonso erlebt bei McLaren derzeit eine schwierige Zeit

Zu seiner Rennwagensammlung gehören IndyCars, DTM-Boliden, aber auch diverse Formel-1-Flitzer. Das jüngste Modell ist ein Mercedes F1 W04, mit dem Lewis Hamilton 2013 gefahren ist. Auch aus den 70er, 80er und 90er Jahre hat er zahlreiche Modelle, auch von diversen WM-Piloten wie Alan Jones, Nigel Mansell, Ayrton Senna oder Jacques Villeneuve. Zuletzt fuhr er im Juli mit einem McLaren-Mercedes von Mika Häkkinen aus der Saison 2000 beim Silverstone Classics. „Um dafür Motoren zu bekommen, braucht man schon Kontakte“, grinst der Kalifornier.

Als Rennfahrer brachte er es weit, 1997 wäre er fast in die IndyCar eingestiegen, hat sogar getestet. Brown: „Alles was ich in meinem Leben mache, hat mit Rennsport und Autos zu tun.“ Er ist in diversen Firmen involviert, zum Beispiel auch im Vorstand des Motorbauers Cosworth.

Was hat Brown mit McLaren vor? „Für mich steht McLaren primär für Erfolg. Das soll wieder genau so sein.“ Doch Formel 1 könnte nur eine Spielwiese für Zak Brown sein. Der 45-Jährige könnte, so wird gemunkelt, McLaren auch wieder zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans zurückbringen. Der Gesamtsieg mit dem McLaren BMW F1 GTR liegt schon 21 Jahre zurück.

Zumindest in der GT-Klasse soll McLaren schon in Kürze mitmischen. Als Einsatzteam könnte United Autosport fungieren, dem eigenen Rennteam von Zak Brown. United Autosport holte sich 2016 im Rahmen der European Le Mans Serie bereits den Titel in der LMP3-Klasse, mit Alex Brundle am Steuer, dem Sohn des ehemaligen McLaren-Formel-1-Piloten Martin Brundle. Für McLaren ist Zak Brown ein Schritt zurück in die Zukunft. Bereits vor Ron Dennis wurde McLaren von 1970 bis 1982 von einem US-Amerikaner geführt und zum Weltmeisterteam geformt: Teddy Mayer. Zak Brown tritt also in große Fußstapfen. 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance / Getty Images

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