Galerie: Das Leben des Jules Bianchi

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Formel 1: Zwei Jahre nach Bianchi-Unfall

— 06.10.2016

Vater erhebt schwere Vorwürfe gegen FIA

Vor zwei Jahren raste Jules Bianchi im Regen von Suzuka ins Unglück. Nun spricht sein Vater von „Vertuschung“ und fordert die Onboard-Aufnahmen von der FIA.

Wenn die Formel 1 am Sonntag in den Japan GP startet, wird es ein beklemmendes Gefühl. Für den Renntag sind Schauer vorhergesagt. Auch vor zwei Jahren fuhr die Königsklasse in Suzuka bei heftigen Regenfällen. Das Ergebnis ist genauso bekannt wie fatal: Jules Bianchi kam auf der nassen Piste von der Strecke ab, prallte in einen Bergungskran. Nach neun Monaten im Koma erlag der Manor-Pilot im Juli 2015 in Nizza seinen schweren Kopfverletzungen.

Vater Philippe Bianchi beim Ungarn GP 2015

Am 5. Oktober, dem gestrigen Donnerstag, jährte sich der tragische Unfall zum zweiten Mal. Der anstehende Grand Prix wird somit auch im Andenken an den damals 25-Jährigen stattfinden. Für Bianchis Familie sind es besonders schwere Stunden, die schlimme Erinnerungen wieder wecken. "Das kommende Wochenende wird schrecklich für uns. Es wird nie mehr so sein wie früher“, gewährt Vater Philippe Einblick in sein Gefühlsleben.

Jules Bianchi privat

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Doch neben der Trauer über den Verlust herrscht beim Franzosen auch Wut. Wut auf die FIA, die Bianchi Senior mittlerweile sogar verklagt hat. „Was fehlt uns bis heute am meisten? Gerechtigkeit und Wahrheit“, erhebt er beim TV-Sender Canal Plus schwere Vorwürfe. „Wir haben klar identifiziert, dass signifikante Fehler gemacht wurden“, sagt Bianchi.

Die Formel 1 weint beim Begräbnis Bianchis in Nizza

Eine direkt nach dem Unfall eingerichtete Sonderkommission des Automobilweltverbands kam jedoch zu dem Schluss, dass die Abläufe beim Grand Prix 2014 den Regularien entsprachen. Für Bianchi nicht akzeptabel. Der Franzose legt nach. Er glaubt: Die Verantwortlichen würden „etwas verbergen“. Grund: „Wir haben immer wieder nach den Onboard-Aufnahmen gefragt, wir wollten offizielle Bilder aus dem FOM-Fundus, um es besser zu verstehen“, so Bianchi. „Aber nie haben wir etwas bekommen...“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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