Formel-1-Nachwuchsfahrer 2017

Formel 2: Leclerc neuer Meister

— 08.10.2017

Diesen Namen sollten Sie sich merken

Charles Leclerc gewinnt das Formel-2-Rennen in Jerez und ist damit vorzeitig Formel-2-Meister. 2018 will er in die Formel 1 aufsteigen – und dort für Furore sorgen.

Sein erfolgreichstes Jahr ist gleichzeitig sein tragischstes: Im Juni verstarb Charles Leclercs Vater Herve, in den 80er Jahren selbst Formel-3-Pilot. Charles Leclerc reist nur wenige Stunden nach der Todesnachricht nach Baku, weil er dort als Ferrari-Ersatzfahrer gebraucht wird. Mehr Professionalität geht nicht. Leclerc: „Mein Vater war mein größter Fan. Er hätte nicht gewollt, dass ich mich hängen lassen.“ Sportlich wirkte sich der Schicksalsschlag nicht negativ aus: An acht von zehn Rennwochenenden sicherte er sich die Pole-Position in der Formel 2, nach seinem Sieg im Hauptrennen von Jerez an diesem Wochenende kann er drei Rennen vor Schluss nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Der 19-Jährige ist Formel-2-Meister 2017.

Charles Leclerc ist neuer Formel-2-Meister

Jetzt will er in die Formel 1. „Ich bin absolut bereit dafür“, zeigt er sich ehrgeizig. 2018 wird er wahrscheinlich für Sauber fahren. Als Ferrari-Junior absolvierte er bereits Tests für Ferrari, Haas und Sauber – und überzeugte auch da. Leclerc gilt als großes Talent.

An seinem Formel-1-Aufstieg arbeitet Manager Nicolas Todt mit, Sohn von FIA-Präsident Jean Todt. An diesem Deal soll Leclercs Aussagen zufolge der an den Verletzungsfolgen seines Crashs in Japan 2014 verstorbene Jules Bianchi maßgeblich beteiligt gewesen sein. „Und als mir das Geld ausging und meine Karriere am seidenen Faden ging, hat mir Jules ebenfalls ausgeholfen“, erzählt er.

Leclerc wird der dritte monegassische Fahrer der Formel-1-Geschichte: Louis Chiron gewann in den 30er Jahren diverse Grand-Prix-Rennen, war 1955 beim Monaco-GP mit 55 Jahren, neun Monaten und 19 Tagen der älteste Formel-1-Starter aller Zeiten. Olivier Beretta bestritt 1994 neun Rennen für Larrousse.

Formel-2-Tabelle
1. Charles Leclerc (Prema Power) 247
2. Oliver Rowland (DAMS) 179
3. Artem Markelov (Russian Time) 162
4. Luca Ghiotto (Russian Time) 156
5. Nicholas Latifi (DAMS) 144
6. Nobuharu Matsushita (ART) 115
7. Nyck de Vries (Racing Engineering) 96
8. Antonio Fuoco (Prema Power) 92
9. Norman Nato (Arden) 91
10. Alexander Albon (ART) 66

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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