Formel-3-DM

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— 11.06.2002

Totalausfall für Mercedes

Motorprobleme in der Formel 3 – beim vierten Saisonrennen am Sachsenring quittierten alle drei Mercedes-Triebwerke den Dienst.

Marcel Lasée fehlte schon am Start Leistung. "Als ich die Kupplung kommen gelassen habe, ist der Motor einfach abgestorben", berichtet Lasée. Auch Sven Heidfeld kam am Start nur schlecht weg. "Der Motor hat geklackert und hatte keine Leistung mehr", beschreibt der Bruder von Formel-1-Pilot Nick Heidfeld das Problem. Und auch der dritte Pilot des Mücke-Teams, Markus Winkelhock, musste nach einer Runde die Box ansteuern. Mit exakt dem gleichen Problem.

Mercedes hat den Fehler an den Motoren inzwischen ausgemacht. Bei allen drei Aggregaten waren Teile des Ventiltriebs beschädigt. "Schuld daran war die Abstimmung des Drehzahlbegrenzers. Beim Start ist es zu hochfrequenten Überschwingern gekommen. Dafür waren einige Teile am Ventiltrieb zu schwach ausgelegt", erklärt HWA-Cheftechniker Gerhard Ungar das Problem. Zum Rennen am Norisring wird deshalb die Software des Begrenzers neu abgestimmt und der Ventiltrieb verstärkt. Zusätzlich stehen für die drei Mücke-Piloten zwei Testtage in Brünn (Tschechien) auf dem Programm. "Für mich sind die Tests sehr wichtig, mir fehlen noch Kilometer im Formel-3-Auto. Der Umstieg aus dem Jordan-Formel-1 ist jedes Mal gewöhnungsbedürftig", erklärt Lasée, der erst kurz vor dem Saisonstart in die Formel 3 gewechselt ist.

Neuer Tabellenführer ist nach seinem Sieg im Samstagrennen (8.6.2002) der Brite Gary Paffett. Die Plätze zwei und drei gingen an Joao Paulo de Oliveira (Brasilien) und Kousuke Matsuura (Japan). Am Sonntag (9.6.) durfte Paffett trotz Trainingsbestzeit nicht starten. In seinem Tank wurden Reste von nicht erlaubtem Kraftstoff gefunden. Das Sonntagsrennen gewann Timo Glock vor de Oliveira und dem Österreicher Bernhard Auinger.

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