Formel 3

Formel 3: Familien-Duell

— 27.10.2016

Tochter holt den Pokal

Angelique Germann hat den deutschen Formel-3-Pokal gewonnen. Im Gespräch mit ABMS verrät die 25-Jährige unter anderem, was sie jetzt noch vorhat im Rennsport.

70 Jahre Formel 3 in Deutschland – aber erstmals eine Frau als Titelträgerin! Angelique Germann gewann in diesem Jahr den deutschen Formel-3-Pokal.

Und ihr Gegner war ein ganz besonderer Fahrer: Ihr Vater Andreas Germann. Er belegte am Ende Gesamtrang zwei. „Wenn man den Helm auf hat, ist es egal, wer dein Gegner ist“, gibt sie sich gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT kämpferisch.

Angelique ist 25 Jahre alt, macht gerade eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Bisher war Rennfahren nur ihr Hobby – genauso wie Reiten. Doch die rund 220 PS des Formel-3-Rennwagens gefallen ihr inzwischen besser als das eine PS beim Spring- und Dressurreiten.

Erst mit 22 Jahren fuhr sie ihr erstes Rennen. Sie erinnert sich: „Ich bin nie im Kart gesessen, sondern habe mich sofort in den Formel-3-Renner gehockt und bin einfach losgefahren.  Das hat mir sofort Spaß gemacht.“

Sie hat gut lachen: Germann holte sich 2016 den deutschen Formel-3-Pokal

Ihr Vater Andreas war sofort begeistert davon, dass sie in seine Fußstapfen folgt. Andere waren skeptischer. „Anfangs wurde ich natürlich belächelt, aber inzwischen habe ich mir mit  meinen Resultaten Respekt verschafft“, sagt sie.

Sie ist überzeugt, dass auch Frauen im Rennsport erfolgreich sein können. Germann: „Was man braucht ist Mut, ein Gefühl fürs Auto und körperliche Fitness – das habe ich alles.“ Was sie auch gut kann: Rasch neue Strecken kennen lernen. Auch wenn die meisten der über 30 Starter in der Serie Amateure sind, sie kennen die Strecken schon seit Jahren. Vor dem Rennwochenende geht Germann die Strecke zu Fuß ab, lässt sich von ihrem Vater Tipps geben und schaut sich zahlreiche Onboard-Videos an. Dann fährt sie los und gibt Gas. Offenbar erfolgreich.

Ihr Langzeit-Ziel? „Ich will auf jeden Fall noch weiter nach oben kommen. Als Rennfahrer will jeder irgendwann mal in einer Serie wie der DTM fahren. Aber einen konkreten Plan habe ich noch nicht“, erläutert sie.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: privat

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