Michael und Mick Schumacher im Siegerposen-Vergleich

Formel 3: Fusion mit der GP3?

— 23.03.2017

Schumi jr. 2018 im F1-Rahmenprogramm?

Der neue Formel-1-Besitzer Liberty Media will auch die Nachwuchsszene stärken. 2017 wird die Formel 2 wiederbelebt, in Zukunft soll es eine stärkere Formel 3 geben.

Vor 50 Jahren wurde die Formel-2-Europameisterschaft gegründet, als erste Nachwuchsserie der Formel 1. 1985 wurde daraus die Formel 3000, 2005 die GP2. Pünktlich zum Jubiläum wird sie 2017 wieder unter dem Namen Formel 2 ausgefahren. Die Basis bleiben die GP2-Rennwagen von Dallara mit den über 600 PS starken 4,0-Liter-V8-Motoren von Mécachrome.

Seit Jahren will der Automobilweltverband FIA eine klare Nachwuchsstruktur etablieren: Formel 4, Formel 3, Formel 2. Die Formel 4 boomt inzwischen mit ihren regionalen Serien. In Deutschland waren 2016 rund 40 Fahrer mit den 160 PS starken Formel-Flitzern am Start. Inzwischen gibt es 13 Formel-4-Serien nach dem FIA-Format, darunter auch in Arabien und Südostasien.

Mick Schumacher zeigt seinen neuen Formel-3-Renner

Doch die Formel-3-Europameisterschaft und die Formel 2 schwächeln noch. Nachwuchsfahrer klagen, dass beide Meisterschaften zu teuer sind. Beispiel Formel 2: Seit 1967 sind nur zwei Meister in die Formel 1 aufgestiegen, die auch Weltmeister werden konnten: Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Die letzten fünf Champions konnten nicht direkt in die Königsklasse aufsteigen. Das soll sich in Zukunft ändern. Die Umbenennung der GP2 in Formel 2 war nur der Anfang. Künftig will der neue Formel-1-Besitzer Liberty Media den Meister finanziell unter die Arme greifen und so in die Formel 1 bringen.

Doch was passiert mit der Formel 3? Das Starterfeld schrumpft. Für die Saison 2017 sind nur 20 Fahrzeuge eingeschrieben und erst 18 Fahrer bestätigt. Liberty Media will die Formel 3 ins Formel-1-Rahmenprogramm bringen. Derzeit fährt dort aber noch die GP3, die wie die Formel 2 von Bruno Michel geführt wird. Auch sie schwächelt: Bisher stehen für die neue Saison erst 15 Fahrer fest, viel mehr sollen es auch nicht mehr werden.

Inzwischen laufen Gespräche, beide Serien miteinander verschmelzen zu lassen. Mit Autos, die leistungstechnisch näher an der Formel 2 dran sind. Derzeit sind die GP3-Wagen fast doppelt so stark (mehr als 400 PS) wie die Formel-3-Flitzer. Volkswagen und Mercedes könnten als Motorhersteller für die neue Formel 3 aber wegfallen: Sie waren vor allem deshalb in der Formel 3 engagiert, weil die meisten Rennen im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen werden, wo beide Konzerne ebenfalls involviert sind und immer wieder auf Nachwuchsfahrer aus der Formel 3 zurückgreifen. Volkswagen wollte bereits 2017 aussteigen.

Michael und Mick Schumacher im Siegerposen-Vergleich



Werden beide Meisterschaften zusammengelegt, dann wird die Formel 3 wie auch die Formel 2 im Formel-1-Rahmenprogramm stattfinden. Damit würde auch Mick Schumacher, Sohn des Rekordweltmeisters Michael Schumacher, im Rahmen der Formel 1 zu sehen sein. Denn der Deutsche F3-Einsteiger wird voraussichtich in den nächsten beiden Jahren in der Formel 3 fahren.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller; Facebook/Mick Schumacher

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