Schumacher

Formel 3: Mick Schumacher 2017

— 13.10.2016

Audi und Mega-Talent als neue Gegner?

Der nächste Schritt für Mick Schumacher dürfte die Formel-3-EM sein. Hier trifft er wohl auf Mega-Talent Lando Norris – und möglicherweise auch auf Audi.

Mick Schumacher hat den Titel in der ADAC Formel 4 gegen Joey Mawson verloren. Doch 2017 dürfte der 17-Jährige gegenüber dem drei Jahre älteren Mawson im Vorteil sein: Wahrscheinlich fährt Mick für Prema Power in der Formel-3-Europameisterschaft, also für jenes Team, das die Serie mit inzwischen über 100 Siegen dominiert und seit fünf Jahren den Champion stellt!

Noch ist die Zukunft beider Kontrahenten und Freunde nicht fix in Stein gemeißelt, aber sehr wahrscheinlich fährt Mawson ebenfalls Formel 3, wieder für Van Amersfoort.

Trotz des Teamvorteils wird die Aufgabe für Mick Schumacher nicht einfacher: Mit Lando Norris wird der Sohn des Formel-1-Rekordchampions Michael Schumacher wohl auf ein Mega-Talent treffen.

Mehr als 50 Rennen bestritt der Brite allein 2016 schon in diversen Serien, und das mit leistungsstärkeren Fahrzeugen als Mick Schumacher. Sein Formel-Renault-Teamchef Josef Kaufmann weiß: „Lando geht die Sache überprofessionell an. Er gibt fünf mal am Tag eine Urinprobe ab, hat einen eigenen Koch und Fitness-Coach dabei – er wird perfekt auf die Rennen eingestellt."

Und: Norris testete zuletzt auch für Prema Power, möglicherweise treffen Norris und Schumacher also im selben Team aufeinander. „Mick ist gut, aber ich habe keine Angst vor ihm“, gibt sich Norris gegenüber ABMS schon jetzt kämpferisch!

Die Aufgaben für Mick Schumacher werden nicht leichter

Der zweite große Mick-Gegner könnte Audi werden. ABMS erfuhr: Volkswagen will sich aus der Formel-3-Europameisterschaft zurückziehen. Die rund 225 PS starken Motoren, die bei Spiess gebaut werden, könnten schon nächstes Jahr den Namen Audi tragen. Die Ingolstädter zögern noch – weil der Wettstreit in der Formel 3 gegen Mercedes nicht billig ist.

Ein möglicher Audi-Kandidat wäre Mick Schumachers langjähriger Rivale David Beckmann, derzeit bei Mücke Motorsport unterwegs.

Kommt Audi nicht und geht Volkswagen wirklich, wäre das ein harter Schlag für die Formel 3, die zuletzt ohnehin schwächelte. Das Feld wurde innerhalb von einem Jahr auf 17 Autos halbiert. Aber: Mit Kostenreduzierungsmaßnahmen wie einem Windkanaltestverbot soll die Starterzahl 2017 wieder auf über 20 steigen.

Die Konkurrenz für Prema Power wird auch immer größer: Mit dem Geld der steinreichen Mazepin-Familie aus Russland kauft sich Hitech die besten Ingenieure zusammen. Wer für Hitech an den Start gehen wird, ist noch unklar. Getestet hat zuletzt neben Kart-Talent Marcus Armstrong auch Ferdinand Habsburg, der Urenkel von Kaiser Karl I. von Österreich.

Am Wochenende endet in Hockenheim die F3-EM, die im Rahmen der DTM ausgetragen wird. Lance Stroll steht als Meister bereits fest. 2017 wird der Kanadier höchstwahrscheinlich mit Williams in die Formel 1 aufsteigen. 
Der Posen- und Faktenvergleich: Mick versus Michael Schumacher

Autor: Michael Zeitler

Fotos: picture-alliance; Hersteller

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