Formel 3000

Formel 3000

— 16.09.2002

Enge droht Titelverlust wegen Dopings

Platz drei in Monza reichte. Tomas Enge ist Formel-3000-Meister. Doch ein möglicher Dopingmissbrauch könnte ihm den Titel kosten.

Dopingsünder Tomas Enge ist Formel-3000-Meister auf Abruf. Dem Tschechen reichte beim Saisonfinale in Monza ein dritter Platz, um erstmals den Titel zu holen. Allerdings muss sich der 26-Jährige am 1. Oktober vor dem Weltrat des Internationalen Automobilverbandes FIA wegen eines Dopingvergehens beim Rennen in Ungarn vor vier Wochen verantworten. Sollte nach der A-Probe auch die B-Probe des sich selbst als unschuldig bezeichnenden Piloten positiv ausfallen, droht ihm der Verlust des Titels.

"Ich bin sehr glücklich und habe im Auto nach Überqueren der Ziellinie geweint", sagte der Champion. "Es ist ein unglaubliches Gefühl." Fragen zur Dopingproblematik wich Enge aus. "Ich habe in diesem Jahr sehr gute Arbeit geleistet. Was nun passiert, liegt nicht in meiner Hand", sagte er nach dem Rennen und ließ damit unbeantwortet, ob er befürchte, seinen Sieg von Budapest nachträglich aberkannt zu bekommen. Weder das Team noch die FIA noch der Fahrer teilten mit, um welche verbotene Substanz es sich handelt.

Enge setzte sich nach zwölf Rennen mit 58 Punkten vor Sebastien Bourdais (55) durch. Der vor dem Finale noch mit einem Zähler führende Franzose büßte durch einen technisch bedingten Ausfall in der 22. von 26 Runden seine Meisterschaftschance ein. Allerdings könnte Bourdais am grünen Tisch den Titel zugesprochen erhalten, falls Enge die zehn Punkte von Ungarn wegen Verstoßes gegen das internationale Sportgesetz vom Weltrat gestrichen werden. Das Rennen in Monza gewann der Schwede Björn Wirdheim.

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