Sophia Flörsch

Formel 4: Benzinkrimi in Malaysia

— 30.09.2017

Kein Fahrer kommt ins Ziel!

Unfassbar: Beim Rennen der südostasiatischen Formel-4-Meisterschaft im Rahmen der Formel 1 hat kein Fahrer das Rennen beendet. Das waren die Gründe dafür.

Dieses Rennen ist eines für die Geschichtsbücher: Ein Rennen, das kein Fahrer beendet. In der vorletzten Runde ging auch dem letzten verbliebenen Piloten im wahrsten Sinne des Wortes der Saft aus: Kane Shepherd blieb ohne Benzin stehen. Hintergrund der Ausfallorgie: Wegen Reparaturarbeiten an der Strecke sind gleich zwei Rennen kurz hintereinander abgehalten worden. Alle neun Fahrzeuge werden zentral vom Ex-GP2-Asia-Team Meritus eingesetzt – und das malaysische Team hatte sich bei der Benzinmessung ordentlich verkalkuliert. Ein Fahrer nach dem anderen rollte aus – ohne Sprit. Selbst das Safety-Car, das das Tempo drosselte, konnte die Blamage nicht verhindern.

Keiner dieser Fahrer erreichte in Malaysia das Ziel

Zum Vergleich: Der Grand Prix mit den wenigsten Fahrern im Ziel ist Monaco 1996, als nur Olivier Panis (Ligier-Mugen-Honda), David Coulthard (McLaren-Mercedes) und Johnny Herbert (Sauber-Ford) in der Regenschlacht die Zielflagge sahen.

In der Gesamtwertung führt aktuell der Chinese Daniel Coa, der auch in der englischen Formel 4 unterwegs war. Der Vorjahresmeister Presley Martono schaffte 2017 den Sprung in den Formel-Renault-Eurocup, wo auch die aktuellen Formel-1-Piloten Valtteri Bottas, Stoffel Vandoorne und Pierre Gasly Meister wurden. 

In diesem Jahr gehen in der südostasiatischen Formel 4 nur neun Fahrer mit den rund 160 PS starken Mygale-Renault-Renner an den Start. Sie kommen aus Thailand (2), Malaysia, China, Singapur, Sri Lanka, Irland, Indien und Indonesien.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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