Mick Schumacher

Formel 4: Lob vom Gegner-Chef

— 30.09.2016

"Mick punktet besser als Joey"

Update: Titel-Showdown in der ADAC Formel 4: Mick Schumacher kämpft gegen Joey Mawson um den ersten Titel seiner Formel-Karriere. Was sagt Frits van Amersfoort?

Die Ausgangslage für Mick Schumacher ist nicht besonders gut: 39 Punkte Rückstand auf Joey Mawson, 75 Zähler sind am Wochenende beim Formel-4-Finale in Hockenheim (Samstag ab 11.55 Uhr, Sonntag ab 14.55 Uhr auf Sport 1) noch zu vergeben.

Und trotzdem will Frits van Amersfoort, Teamchef von Tabellenführer Mawson, den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher nicht abschreiben: „In Deutschland war jetzt so lange gutes Wetter – ich kann mir vorstellen, dass es regnen könnte. Und dann ist alles möglich.“

Mick der Regenkönig, ganz wie der Papa? Die Wetterprognosen für das Wochenende sind eher trocken, die Regenwahrscheinlichkeit gering.

Mick Schumacher könnte am Wochenende seine erste Formel-Meisterschaft gewinnen

Van Amersfoort, dessen Team seit 1975 schon diverse spätere Formel-1-Piloten wie Jos Verstappen, Christijan Albers, Giedo van der Garde oder Max Verstappen durch die Nachwuchsserien führte, kennt beide: Mick Schumacher stand 2015 in Diensten von Van Amersfoort, wechselte 2016 aber zu Prema Power. „Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, dann sieht es so aus, dass Mick konstanter punktet, Joey aber öfter gewinnt. Ich denke die Siege machen am Ende den Unterschied“, prognostiziert er im Gespräch mit ABMS.

Blöd für Mawson: Van Amersfoort selbst wird in Hockenheim nicht vor Ort sein, weil parallel in Imola die Formel-3-Europameisterschaft startet. Seinen Ratschlag gibt er seinem Nachwuchstalent daher mit auf den Weg: „Joey ist kein Fahrer, der auf die Punktetabelle schaut. Wer anfängt zu rechnen, macht Fehler. Er geht jedes Rennen volles Risiko und schießt manchmal über das Limit hinaus. Das darf er in Hockenheim nicht machen."

Mawson, ein Australier, ist 20 Jahre alt – und viel erfahrener als Mick Schumacher, der erst 17 Jahre ist. „Aber Mick lernt sehr schnell“, weiß Van Amersfoort.

Egal, wer am Ende den Titel holt – beiden Fahrern bescheinigt Van Amersfoort eine große Zukunft: „Ich denke beide werden im Motorsport Geld verdienen, ob in der Formel 1 oder woanders. Ich glaube, Mick hat die größeren Chancen in die Formel 1 zu kommen."

Am Ende sei der Titel auch gar nicht so wichtig. Van Amersfoort: „Wichtiger ist, dass man sich in Szene setzt. Max (Verstappen; d. Red.) war 2014 in der Formel 3 auch nicht Meister,  ist aber direkt in die Formel 1 aufgestiegen, weil jeder gesehen hat, wie gut er ist."

Sind auch Mawson und Schumacher so gut? Der Teamchef: „Der Vergleich ist unfair. So einen wie Max gibt es nur alle paar Jahre. Er wird in der Formel 1 auch noch seine Probleme bekommen, das ist ganz normal.“

Update: Nach dem Qualifying wird die Aufgabe für Mick Schumacher nicht leichter. Joey Mawson startet Rennen eins von Position zwei und Lauf zwei von der Pole-Position, Schumi III kam über die Startplätze sieben udn vier nicht hinaus.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: picture-alliance; Hersteller

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