Formel 4: Sophia Flörsch

Formel 4: Sophia Flörsch Kolumne

— 31.05.2017

Von wegen Motorsport interessiert nicht!

Sophia Flörsch schreibt in ihrer zweiten AUTO BILD MOTORSPORT-Kolumne über die Motorsport-Faszination am Lausitzring. Das waren ihre Eindrücke.

Liebe Motorsportfreunde, liebe Fans,

die Lausitz lebt und das konnten alle beim Motorsportfestival am vergangenen Wochenende miterleben. Ich bin jetzt noch beeindruckt vom vollen Fahrerlager und all den vielen Fans, die auch bei uns vor der Formel 4 Box meines Teams BWT Mücke Motorsport nach Autogrammen anstanden. Ja, mein Autogrammstapel ist bereits aufgebraucht. Über 500 Stück habe ich allein am Wochenende unterschrieben und verteilt. Das ist Wahnsinn! Aber: Keine Sorge, beim nächsten Rennwochenende am Red Bull Ring gibt es natürlich wieder neue Karten.

Auch am Lausitzring zeigte Flörsch eine starke Aufholjagd

Es war auch für mich, die nun wirklich noch zu den jungen Piloten im Rennzirkus zählt, eine tolle Erfahrung, wie viele Kinder am Lausitzring waren. Für mich Grund genug, mal etwas Neues auszuprobieren. Da wir am Sonntag unser drittes Rennen erst spät am Nachmittag hatten, habe ich spontan mit meinem Team beschlossen, den Vormittag mein Auto „frei“ zu geben. So konnten viele der Kids selbst Platz in meinem „Pink Panther“ nehmen und ich hoffe, der ein oder andere ist jetzt ebenfalls vom Motorsportvirus befallen.

Auf der Strecke habe ich den Kleinen im Anschluss noch zeigen können, wie viel Kampfgeist in mir steckt – und warum der auch schon in der Formel 4 notwendig ist. Da ich im ersten Rennen ausgefallen bin, musste ich am Sonntagnachmittag das Feld von hinten aufräumen. Und genau das ist mir sehr gut gelungen. Waren es am ersten Rennwochenende in Oschersleben insgesamt 31 Plätze die ich über das Wochenende herausgefahren habe, konnte ich in der Lausitz einen weiteren Rekord aufstellen: 15 Positionen in nicht einmal 20 Minuten arbeitete ich mich nach vorn. Irgendwie erinnert mich das an Lewis Hamilton in seiner GP2-Saison 2006 beim Rennen in Budapest.
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Er ist ja bis heute eines meiner Vorbilder – und vielleicht konnte ich euch oder einem meiner Besucher im Cockpit in ähnlicher Weise für mich gewinnen. Das wäre doch etwas, wenn es bei uns gemeinsam in fünf Jahren mit dem nächsten großen Ziel geklappt hat. Lasst uns daran arbeiten – und ganz nebenbei eine neue Motorsporteuphorie in Deutschland auslösen.

Eure Sophia

Die Kolumne vom Auftakt in Oschersleben

Liebe Motorsportfreunde, liebe Fans,

was war das für ein Wochenende? Und vor allem: Was war das für ein Auftakt in meine Formel 4-Saison 2017 in Deutschland? Ich würde sagen, über beides sollten wir sprechen. Mein zweites Jahr in der ADAC F4 hatte gleich zum Start in Oschersleben einiges in sich. Ich gebe zu, ich war angespannt und aufgeregt.

Aber im positiven Sinne: Da war diese riesige Vorfreude, endlich allen zeigen zu können, was dieses Jahr in mir und meinem Auto steckt. Und so begann der Freitag auch mit einer echten Explosion. Platz 1 im zweiten Freien Training -  das war mega! So super ging es dann weiter mit zwei dritten Plätzen im Qualifying. Das Ergebnis war nicht nach Plan, sondern sogar besser als erwartet. Das macht mich schon stolz. Alles passte zusammen, Auto, Einstellung und Leistung –  endlich spiegelte sich das Gefühl „Yeah! Es geht doch“ auch in Ergebnissen wieder.

Auch am Lausitzring zeigte Flörsch eine starke Aufholjagd

Der Rückschlag, wegen zu stark abgenutzten Bremsen vom letzten Platz starten zu müssen, war dann natürlich eine Enttäuschung, aber gleichzeitig hat es mich gekickt und ich dachte: „Jetzt erst recht“!  Das hat mir für alle drei Rennen viel Motivation gegeben. In Oschersleben heißt es ja immer, dass dort schwer zu überholen ist. Mit gehörig Wut im Bauch, gab es für mich aber nur eine Richtung: Nach vorn! Insgesamt 31 Mal konnte ich in drei Rennen an meinen Konkurrenten vorbeiziehen. Das stimmte mich dann wieder versöhnlich. Das gab es auf dem Kurs wohl nie zuvor – auch nicht in der Formel 4. Ich fokussiere mich jetzt auf diese schönen Fakten...

Für Lirim und Oliver habe ich mich gefreut, durch den Sieg und den zweiten Platz war es ein Top-Auftakt für mein Team BWT Mücke Motorsport. Unser Auto hat also Podium- und, wenn alles top läuft, auch Siegpotential. Auch darum blicke ich optimistisch in die Lausitz. Das wird ganz sicher wieder ein Höhepunkt dieser Saison. Die Strecke liegt mir und wenn alles zusammenpasst, dann… Ja, dann sind Punkte definitiv drin. Ich werde wieder alles geben, so viel ist schon mal klar.

Eure Sophia

Autor:

Fotos: ADAC / Privat

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