Formel Thunder 5000

Formel 5000: 560-PS-Revival

— 18.10.2016

V8-Sound aus Serienmotoren

In Australien soll 2017 eine alte Rennserie neu aufgelegt werden: Die Formel 5000. Das spektakuläre 560 PS starke Fahrzeug dafür wurde jüngst getestet.

Riesige Lufteinlässe über dem Fahrer erinnern an die wilden 70er Jahre der Formel 1. Die breiten Reifen hinten ebenso. Der Rest des Fahrzeugs wirkt modern. Damit sollen ab Dezember 2017 Rennen ausgefahren werden. Sieben Wochenenden sind in Australien und Neuseeland geplant.

Die Basis des neuen Fahrzeugs für die neue Formel Thunder 5000 ist das Swift-Formel-Nippon-Chassis, das 2009 bis 2013 eingesetzt wurde und mit dem der Deutsche André Lotterer 2011 den Formel-Nippon-Titel gewann. Weiterentwickelt wurden die Rennwagen von Borland Racing Developments. Federführend verantwortlich: Lee Cason, ein ehemaliger Formel-1-Ingenieur von McLaren.

Das Fahrzeug ist ausgestattet mit einem 5,0-Liter-V8-Motor, der 570 PS leistet und mächtig Lärm macht. 680 Kilogramm bringt das Auto auf die Waage. Damit ist es rund 50 Kilo leichter als ein Formel-1-Flitzer. Interessierte Teams müssen 240.000 Euro für den Kauf der neuen Formel-5000-Autos auf den Tisch blättern.

Der erste Test lief problemlos. Am Steuer saß Tim Macrow, der aktuell Führende der australischen Formel-3-Meisterschaft. Neben lokalen Nachwuchshoffnungen soll die Serie, die im europäischen Winter ausgetragen wird, aber auch Stars aus Europa anlocken.

Die großen Lufthutzen sind das Markenzeichen der neuen Flitzer

Ganz wie die alte Formel 5000, die es von 1968 bis 1982 in Europa, Amerika und Tasmanien gab. Meister wurden Rennlegenden wie Jacky Ickx, Jody Scheckter und Alan Jones. Die Idee dahinter war einfach wie genial – und wurde von der CanAm-Sportwagenserie kopiert: In flotte Rennchassis wurden aufgebohrte, hubraumstarke Serienmotoren von Chevrolet, Dodge und Repco Holden eingebaut. Weil in der Formel 1 Teams wie Lotus, Brabham oder March immer weniger Kundenchassis verkauften, sahen sie in der Formel 5000 einen neuen Markt und beteiligten sich teilweise sogar mit ihren Formel-1-Stars am Steuer in der Serie.

Immer öfter traten aber auch eigene Chassishersteller wie Elfin, Matich oder McRae auf. Die Kosten uferten aus, auch weil der Import der Motoren aus Amerika teuer war. Ende 1982 wurde die Serie eingestampft. 2017 soll sie nun wieder aus der Versenkung geholt werden.
Neue Formel-Serie mit V10-Motor: Die Formel UK

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Formel Thunder 5000

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.