Ferrari

Formel Clienti: Ferrari-F1-Rennen

— 13.09.2016

Hauptsache Ferrari

In Ferraris Formel-Clienti-Programm können sich Edelfans einen wahren Lebenstraum erfüllen. Am vergangenen Wochenende fuhren sie am Hockenheimring.

Eine Garage voller Formel-1-Ferrari. Ganz vorn steht die Startnummer 5. Michael Schumachers letzter roter Renner. 2006 wurde der Rekordweltmeister damit Vizechampion. Anschließend wurde der 248F1 zwar ausgemustert, aber nicht in Rente geschickt. Mittlerweile gibt der Deutsche Hubert Haupt in Schumachers ehemaligem Auto Gas. Im Rahmen der Ferrari Racing Days kam er am Wochenende auch nach Hockenheim.

Hubert Haupt im Ferrari 248F1

Manchmal muss Hubert Haupt (47) sich kneifen. „Meine große Leidenschaft ist Ferrari", sagt der Münchner. „Und für jeden, der mit Autos etwas zu tun hat, ist es ein Traum, mal Formel 1 zu fahren." Vor drei Jahren kaufte der ehemalige Rennprofi den 248F1 und fährt jetzt Rennen gegen andere ausgediente Formel-1-Ferrari. Formel Clienti heißt das F1-Kundensportprogramm. Mindestens zwei Jahre alt müssen die Autos sein, dann können sie von guten und vor allem solventen Kunden gekauft werden. Im Paket inbegriffen: Mechaniker und Ingenieure, ein Instruktor, Testfahrten und Renn-Events. Eine exklusive Spielwiese für große Jungs.

Gewartet und gebunkert werden die Autos in einer Abteilung des Formel-1-Teams in Maranello. Haupt: „Ein perfekter Service, und ich kenne keinen Hersteller, der etwas Vergleichbares anbietet."

Dabei ist Haupt einer der wenigen, die so ein Auto auch richtig schnell bewegen können. 1991/92 fuhr er als Audi-Werkspilot in der DTM, 2001 noch mal bei Opel. Aktuell bestreitet er auch Langstreckenrennen im Mercedes AMG GT3. Gegen Michael Schumacher fuhr der Immobilien-Unternehmer 1991 sogar  einmal in der DTM. „Zu der Zeit kannten wir uns. Deshalb ist es jetzt schon eine Ehre, seinen letzten Formel-1-Ferrari besitzen zu dürfen."

Die Ferrari-F1-Serie: Formel Clienti

Und dazu noch so ein Formel-1-Monster! 2,4-Liter-V8, 800 PS, keine 600 Kilo Gewicht. „Egal welches Rennauto du fährst, Formel 1 ist eine andere Welt. Ich bin wirklich fit, aber nach zehn Runden fällt dir der Kopf weg, so groß sind die Fliehkräfte. Außerdem waren da schon damals unheimlich viele Knöpfe, an die man sich erst mal gewöhnen muss."

Etwas mehr als eine Sekunde fehlt Haupt auf die Rundenzeiten der Profis. Und auch die Optik stimmt nicht ganz. „Ich hab mal ein paar Fotos verglichen. Michael ist kleiner und saß eine ganze Ecke tiefer. Deshalb hatte er seinen Kopf nicht ganz so in der Luft."

Ein unbezahlbarer Vergleich. Über Geld sprechen will Hubert Haupt auch deshalb nicht. Für ihn zählt der ideelle Wert, Schumachers letztem Ferrari-Pferd die Sporen zu geben.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Hersteller / Privat

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