Autorennen

Formel E: Buemi siegt

— 12.11.2016

Trotz Startplatz sieben nicht zu schlagen

Sébastien Buemi ist nicht zu schlagen: Von Startplatz sieben stürmte er auch in Marrakesch zum Sieg. Daniel Abt: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf.“

Eine Premiere der Formel E – aber mit altbekanntem Ausgang: Sébastien Buemi gewann sein achtes Formel-E-Rennen, das erstmals auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen wurde. Mit 50 Punkten führt der Renault-e.dams-Pilot unangefochten die Meisterschaft an, Lucas di Grassi (Abt Schaeffler Audi Sport) als Zweiter kommt nur auf 28 Zähler. Er wurde heute Fünfter.

Aber: Buemi braucht jetzt auch jeden Punkt Vorsprung. Denn der Sportwagen-WM-Lauf am Nürburgring kollidiert mit dem Formel-E-Wochenende in New York – und die WEC hat für Buemi Priorität! „Daran denke ich nicht. Ich konzentriere mich nur auf mich – weil ich ohnehin glaube, dass es da noch eine Lösung für diese Terminüberschneidung gibt“, sagt er zu ABMS.

Lucas di Grassi hat dieses Problem nicht mehr, nachdem Audi den Rückzug aus der WEC beschlossen hat und Di Grassi auch keine Vollzeit-Saison mehr bestreiten will. Sein Vorteil: In New York werden gleich zwei und nicht wie gewöhnlich nur ein Rennen ausgetragen – es werden also 58 Punkte vergeben!

Felix Rosenqvist konnte zumindest die Pole-Position erzielen

Di Grassi zu ABMS: „Momentan ist Renault einfach stärker, vor allem in der Beschleunigung.“ Sein Teamkollege Daniel Abt pflichtet ihm bei: „Wir müssen jetzt einfach verstehen, was Renault besser macht. Natürlich sind die Motoren homologiert, aber man kann schon noch ein bisschen was an der Software machen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, auch wenn wir Renault realistisch betrachtet nicht mehr abfangen können.“ Abt wurde hinter Di Grassi Sechster, war damit bester Deutscher in Marrakesch.

Buemis Achillesferse ist das Qualifying. Er gibt zu: „Da bin ich zu ängstlich, gehe vielleicht nicht das nötige Risiko wie andere Fahrer. Aber es ist ohnehin viel wichtiger, im Rennen schnell zu sein.“ Das musste auch Pole-Mann Felix Rosenqvist (Mahindra) bitter erfahren: Er wurde hinter Sébastien Buemi und Sam Bird (DS Virgin) nur Dritter. Nach dem er im ersten Stint noch dominierte, war er im zweiten zum Abschuss freigegeben für Buemi. Rosenqvist: „Ich denke wir müssen im Energiemanagement noch besser werden.“

Teamkollege Nick Heidfeld kam nicht über Rang neun hinaus. Maro Engel schied aus, weil sein zweiter Wagen nicht angesprungen ist. Jetzt macht auch die Formel E Winterpause. Weiter geht es am 18. Januar in Buenos Aires.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: picture-alliance

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