Formel E

Formel E: Di Grassi siegt in Berlin

— 23.05.2015

Heimerfolg für deutsches Team Abt

Lucas di Grassi sorgt mit Sieg in Berlin für Heimerfolg des deutschen Teams Abt - Nick Heidfeld beendet die deutsche Formel-E-Premiere als Sechster.

Auch beim Heimrennen hat es nicht mit einem deutschen Sieg in der Formel E geklappt - zumindest bei den Fahrern. Beim ePrix in Berlin belegte der ehemalige Formel-1-Pilot Nick Heidfeld am Samstag den sechsten Platz. Sein Landsmann Daniel Abt war bereits nach einem Verbremser in der ersten Runde aussichtslos auf den letzten Platz zurückgefallen. Er wurde nach 33 Runden auf dem 2,469 Kilometer langen Kurs auf dem einstigen Flughafen Tempelhof als 15. abgewunken.
Trulli holt Berlin-Pole: Heidfeld und Abt starten stark

Lucas di Grassi (r.) machte erst die Gegner auf der Strecke und anschließend die Mädels auf dem Podium nass

Jubel bei seinem deutschen Team Audi Sport Abt gab es aber dennoch, denn den Sieg beim achten Saisonlauf der neuen und ersten vollelektrischen Rennserie sicherte sich Spitzenreiter Lucas di Grassi aus Brasilien, der seine Führung in der Gesamtwertung somit ausbaute und der Truppe um Teamchef Hans-Jürgen Abt den ersehnten Heimsieg auf deutschem Boden bescherte. Zweiter wurde der Belgier Jérôme d'Ambrosio vor dem Schweizer Sébastien Buemi. Für Heidfeld reichte es hingegen wieder nicht. In der Qualifikation rund drei Stunden vor Beginn des Rennens hatte sich der gebürtige Mönchengladbacher den vierten Startplatz gesichert - nur in Buenos Aires hatte er sich als Dritter noch weiter vorn einreihen können.

Abt fällt früh zurück - Heidfeld spät

Abt nahm die deutsche Formel-E-Premiere, die nach Veranstalterangaben von 21 000 Zuschauern vor Ort verfolgt wurde, von Rang fünf aus in Angriff. Nach wenigen Metern fuhr der 22-Jährige vom gleichnamigen Abt-Team allerdings am Ende des Feldes: Abt hatte sich verbremst und gedreht. Nachdem er zuletzt in Monaco in einen Unfall verwickelt gewesen war, waren damit alle Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis schon wieder dahin. Heidfeld verteidigte seine Position und arbeitete sich im Rennverlauf zwischenzeitig auch mal auf den dritten Platz vor. Noch vor dem Autowechsel - die Batterien halten etwa nur die Hälfte der Renndistanz - lag er aber wieder auf Platz vier.

Nick Heidfeld ging auf dem ehemaligen Flughafen zum Schluss etwas die Puste aus - er wurde Sechster

In den letzten Runden verlor er aber wieder weitere Plätze. Platz vier ging schlussendlich an Loic Duval, noch vor Nelson Piquet Jr. Hinter Heidfeld komplettierten am Samstag Stephane Sarrazin, Jean-Eric Vergne, Sam Bird und Vitantonio Liuzzi die Top-10. An der Spitze fuhr di Grassi nach seinem frühen Überholmanöver gegen Jarno Trulli in der ersten Runden indes ein einsames Rennen. Zur Siegerehrung musste er allerdings abgeschleppt werden: Kurz nach der Zieldurchfahrt war sein Wagen stehengeblieben. Die Freude trübte das nicht. In der Gesamtwertung baute der Brasilianer seinen Vorsprung auf Verfolger Piquet auf 17 Punkte aus. Buemi liegt als Dritter schon 20 Zähler zurück. Das nächste Mal gibt die Formel E am 5. Juni in Moskau Gas, ehe das Saisonfinale mit zwei Läufen in London ansteht. (fh/dpa)
Formel E erstmals in Deutschland: Premiere in Berlin-Tempelhof
Fotos: Picture-Alliance

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