Di Grassi & Abt

Formel E: Di Grassi siegt in Long Beach

— 03.04.2016

Doppel-Podium für deutsches ABT-Team

Lucas di Grassi übernimmt mit Sieg beim e.Prix in L.A. die Gesamtführung, Sebastien Buemi patzt. Starkes Ergebnis für die beiden deutschen Piloten.

Nach der Disqualifikation und dem verlorenen Sieg zuletzt in Mexiko, ist Lucas di Grassi beim e.Prix von Long Beach die perfekte Revanche gelungen. Der Brasilianer gewann den sechsten Lauf des Jahres überlegen vor Stephane Sarrazin und Teamkollege Daniel Abt. Mit Nick Heidfeld auf Position vier, feierte auch der zweite Deutsche im Feld ein starkes Ergebnis auf dem Traditionskurs an der Pazifikküste. Bruno Senna und Sam Bird komplettierten dahinter die Top-6.

Bird warf seine Siegchancen im Notausgang weg

Bereits vom Start weg machte der zunächst Zweitplatzierte Di Grassi Druck auf Pole-Mann Bird. Während Di Grassi seinen Kontrahenten mit einem sauberen Manöver schließlich überholte und in Führung ging, patzte weiter hinten im Feld Meisterschafts-Konkurrent Sebastien Buemi. Bei einem Überholversuch fuhr er in der Haarnadel Robin Frijns ins Heck. Dabei beschädigte sich Buemi seinen Frontflügel, musste zum vorzeitigen Autowechsel an die Box und bekam zusätzlich noch eine Strafe für das Verursachen der Kollision aufgebrummt.

An der Spitze ging beim planmäßigen Auto-Wechsel der Führenden hingegen alles glatt. Doch kurze Zeit später steckte Verfolger Bird im Reifenstapel. Der Brite hatte es auf der Jagd nach Di Grassi übertrieben. "Kalte Bremsen, ein Fahrer-Fehler", entschuldigte sich Bird umgehend am Funk. Zwar konnte er das Rennen wieder aufnehmen, aus dem Kampf um den Sieg war er nach seinem Ausrutscher aber natürlich draußen.

Titelverteidiger Piquet sorgte spät für ein Safety-Car

Spannung brachte dann in den letzten Rennminuten noch einmal das Safety-Car ins Geschehen. Nach einem Abflug von Titelverteidiger und Long-Beach-Vorjahressieger Nelson Piquet Jr. in der Schikane, wurde das Feld dadurch wieder eng zusammengeschoben. Di Grassi ließ sich beim Re-Start und dem anschließenden Schlusssprint die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen.

"Ein fantastisches Rennen", jubelte der siegreiche Brasilianer im Ziel. "Wir hatten heute die Pace und haben beweisen, dass Mexiko nur ein Fehler war", erklärte der ABT-Pilot. "Jetzt sind wir zurück im Kampf. Es ist toll, in Führung zu sein", so Di Grassi, der die Meisterschaft nach Buemis Fauxpas mit 101 Punkten und einem Zähler Vorsprung auf den Schweizer, der das Rennen als 16. beendete, anführt. Für Di Grassi nach den Vorkommnissen in Mexiko eine Genugtuung: "Es ist wohlverdient, auch für das Team. Am Ende gehen die Dinge eben doch in die richtige Richtung."

Autor: Frederik Hackbarth

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