Autorennen

Formel E: Dreierinterview

— 11.11.2016

Der deutsche Elektro-Gipfel

In Marrakesch startet morgen das zweite Saisonrennen. Drei Deutsche mischen mit. Sie sprechen über die Saison, offene Wünsche und die Stärken der Serie.

Erstmals gastiert die Formel E in Marokko (Samstag, 16 Uhr, Eurosport) – auf dem Stadtkurs in Marrakesch, der auch von der Tourenwagen-WM befahren wird. Die Formel E wächst also – dementsprechend zufrieden zeigen sich Nick Heidfeld, Maro Engel und Daniel Abt im Dreierinterview mit ABMS.

Heidfeld, der als Tabellendritter aktuell der beste deutsche Vertreter ist und für das indische Mahindra-Team fährt, schwärmt: „Alleine, wenn man sich anschaut, wie viele Hersteller schon dabei sind oder sich angekündigt haben, ist das schon gewaltig!“ Maro Engel (Venturi) ist neu in der Serie, aber auch er ist beeindruckt: „Das macht schon sehr viel Spaß. Du pusht dich ans Limit, fährst nah an die Wände ran und bist noch dabei sechs verschiedene Pedale zu bedienen und auf die Energie zu achten. Das ist eine echte Herausforderung!“

Die Formel E begeistert die Fans und Fahrer

Für Daniel Abt ist vor allem die Rennaction, die den Fans geboten wird, ein großer Pluspunkt der Serie. „Der Ansatz der Serie ist einfach – und diesen Ansatz sollte meiner Meinung nach jede Rennserie haben: Wenig Grip, immer am Rutschen, kaum Abtrieb. Abtrieb ist der Racing-Killer schlechthin“, meint der Allgäuer, dessen Abt-Schaeffler-Team seit dieser Saison werksseitig von Audi unterstützt wird.

Audi, Renault, BMW, Jaguar – bald auch Mercedes. Das Interesse der Hersteller an der Formel E wächst. Dass es deswegen aber zu einer Herstellermeisterschaft samt Stallorder wie in der DTM verkommt, glauben die drei Deutschen nicht. Engel erklärt warum: „Hier gibt es nur zwei Autos pro Hersteller. Da ist ein ganz anderer Teamgedanke da. Wie in der Formel 1.“

Kleinere Wünsche haben sie dann aber doch noch. Abt wünscht sich eine bessere TV-Präsenz in Deutschland, Heidfeld ein Nachtrennen. Abt ist sich sicher: „Die Formel 1 und die Formel E werden sich annähern, das eine wird schrumpfen, das andere wachsen.“

Und sportlich? Da ist noch vieles offen. „Es ist alles viel enger geworden. Der Fahrer kann den Unterschied machen. Es gibt kein Team das dominiert und das ist auch gut so. Über kurz oder lang wird aber Renault wieder das Team sein, dass es zu schlagen gilt“, glaubt Abt.

Das vollständige Dreierinterview mit Heidfeld, Abt und Engel gibt es ab heute in AUTO BILD MOTORSPORT als Heft in Autobild am Kiosk.
Immer mehr E-Serien: E-Racing boomt!

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller / picture-alliance

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