Formel E in Berlin

Formel E erstmals in Deutschland

— 22.05.2015

Premiere in Berlin-Tempelhof

Der ehemalige Flughafen in Berlin-Tempelhof wird zur Rennstrecke. Beim ersten Formel-E-Lauf in Deutschland wollen Nick Heidfeld und Daniel Abt aufs Podest.

So richtig groes Glck hat Nick Heidfeld auch in der Formel E noch nicht gehabt. Dabei wre er fast mit einem Sieg im Premierenrennen in die noch so junge Historie der ersten vollelektrischen Serie eingegangen. Statt aber jubelnd die Siegertrophe auf dem ehemaligen Olympiagelnde von Peking in die Luft zu recken, kletterte Heidfeld aus einem Wrack. Ein Crash mit Nicolas Prost, dem Sohn des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Alain Prost, hatte ihn in die Streckenbegrenzung gedrngt. Wieder kein Sieg fr Heidfeld, dessen Formel-1-Karriere trotz teilweise groartiger Manver nie auf dem obersten Treppchen gekrnt wurde.

Die Strecke fhrt direkt ber das ehemalige Flughafengelnde in Tempelhof

Weitere sechs Saisonlufe spter tritt Heidfeld wie auch Daniel Abt zum Heimrennen in Deutschland an. Schauplatz wird der ehemalige Flughafen Tempelhof in Berlin sein. Seit Tagen laufen dort die Vorbereitung auf Hochtouren, eine blaue Plane soll den Blick auf den 2,469 Kilometer langen Kurs vor dem historischen Hangar verdecken. Gefahren wird nicht auf den Start- und Landebahnen des einstmals so bedeutungsvollen Flughafens. Der Kurs mit insgesamt 17 Kurven ist auf dem Vorfeld aufgebaut worden. Das wird das erste Mal sein, dass ich vor so einer Kulisse fahren, es drfte eine ganz spezielle Atmosphre sein, betonte Heidfeld, der vor dem achten Saisonlauf lediglich auf dem 20. Gesamtrang liegt.

Abt bleibt der Familie treu

Landsmann Abt, zuletzt in einen spektakulren Unfall beim Rennen in Monaco verwickelt, ist vier Runden vor Ende der Premierensaison der Formel E Elfter. Pnktlich zum Heimrennen in Deutschland gab er aber seine Vertragsverlngerung bekannt, der 22-Jhrige will dem Abt-Team und der neuen Serie die Treue halten. Ich fhle mit total zuhause in der Formel E und mchte mit ihr zusammen weiter wachsen. An der Spitze des Klassements liegt Abts Teampartner Lucas di Grassi. Der Brasilianer war es auch, der 2013 bei einer Demo-Show vor dem Brandenburger Tor schon mal Gas im Elektro-Rennwagen in Berlin gab.

Flughafen-Feeling: Nick Heidfeld freut sich auf sein Heimspiel

Mit vier Punkten Vorsprung fhrt er vor seinem Landsmann Nelson Piquet Junior, Sohn des Ex-Formel-1-Weltmeisters Nelson Piquet. Dritter ist der Schweizer Sebastien Buemi mit zehn Punkten Rckstand auf di Grassi. Nachdem es in den ersten sechs Rennen sechs verschiedene Sieger gegeben hatte, gelang dem Eidgenossen zuletzt in Monte Carlo als erstem Piloten der zweite Saisonsieg. Hchste Zeit also eigentlich auch fr den ersten deutschen Fahrersieg, bevor es am 6. Juni in Moskau weitergeht. Gefahren wird dort vor dem Kreml. Die beiden finalen Lufe der ersten vollelektrischen Rennserie finden dann fr Heidfeld und seine Kollegen am letzten Juni-Wochenende im Londoner Battersea Park statt. (fh/dpa)
Fotos: Picture-Alliance

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