Abt

Formel E hat Testfahrten beendet

— 27.08.2015

Abt stellt Auto für neue Saison vor

Die Formel E hat ihre letzten Testfahrten vor dem Saisonstart im Oktober beendet: AUTO BILD MOTORSPORT liefert einen Überblick über die Tests.

Mit den Testtagen fünf und sechs sind diese Woche im Donington Park die letzten Vorbereitungstest für die zweite Saison der Formel E, die am 17. Oktober in Peking beginnt, zu Ende gegangen. Da die Teams für die neue Saison erstmals selbst neue Antriebe entwickeln dürfen, lag der Fokus dabei auf der Erprobung aller neuen Komponenten. Das einzige deutsche Team im Wettbewerb, die Truppe von Abt Schaeffler Audi Sport, stellte im Rahmen der letzten beiden Testtage seine neue Spezifikation des Autos vor, das auf den Namen Abt Schaeffler FE01 hört.

Der Deutsche Nick Heidfeld ist für die zweite Formel-E-Saison von Venturi zu Mahindra gewechselt

Der Fokus des Teams lag bei der Entwicklung auf der bestmöglichen Effizienz, gesteigerter Zuverlässigkeit und optimaler Thermik dank veränderter Kühlung, wie man mitteilte. „Unser Motor hat ein besseres Drehmoment und einen besseren Wirkungsgrad als der Vorgänger“, sagte Prof. Peter Gutzmer, Technologie-Vorstand bei Schaeffler, mit Blick auf den neuen Antreibsstrang. Bei den Testzeiten auf der Strecke schlug sich das positiv zu Buche, das Team war mit Lucas di Grassi gleich am ersten Tag vorne mit dabei.

So liefen die Tests

Testtag 5: Mit 1:30.451 Minuten stellte Sam Bird mit seinem Virgin-DS die Bestzeit auf. Damit war der Brite bei den Vorbereitungstest der erste Fahrer mit einer schnellsten Runde, der nicht von Renault e.dams oder Abt Schaeffler stammt. Bird stellte diese Marke schon früh am Nachmittag auf. Da es anschließend zu regnen begann, änderte sich daran auch nichts mehr. Erster Verfolger war Abt-Pilot Di Grassi mit 0,321 Sekunden Rückstand. Dragon-Fahrer Loic Duval lag als Dritter schon 1,5 Sekunden zurück. Generell herrschten große Abstände im Feld.

Weltmeister am Start: Mit Jacques Villeneuve fährt heuer der F1-Champion von 1997 in der Formel E mit

Probleme setzten sich bei Andretti und Trulli fort. Neben Simona de Silvestro nahm für Andretti auch Robin Frijns am Test teil. Beide konnten am Montag aber keine Runde fahren. Auch Trulli-Pilot Vitantonio Liuzzi verbrachte den Tag in der Garage. Trotz des schlechten Wetters kamen relativ viele Zuschauer an die Strecke. Lokalmatador Oliver Turvey (NextEV) war mit 39 Runden der fleißigste Fahrer des Tages. Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve wurde ebenfalls von den Fans genau beobachtet. Der Kanadier drehte mit seinem Venturi 37 Runden und klassierte sich als Vierter. Mit Nick Heidfeld war am Montag auch ein Deutscher im Einsatz. Er klassierte sich mit dem Mahindra-Boliden an der neunten Stelle.

Zeiten des fünften Testtages in Donington:
01. Sam Bird (DS Virgin) - 1:30.451 Minuten
02. Lucas di Grassi (ABT) - 1:30.772
03. Loic Duval (Dragon) - 1:32.022
04. Jacques Villeneuve (Venturi) - 1:32.154
05. Jerome D'Ambrosio (Dragon) - 1:33.419
06. Stephane Sarrazin (Venturi) - 1:33.569
07. Sebastien Buemi (Renault e.dams) - 1:33.883
08. Oliver Turvey (NextEV) - 1:34.203
09. Nick Heidfeld (Mahindra) - 1:34.501
10. Nelson Piquet jun. (NextEV) - 1:34.707
11. Nathanael Berthon (Aguri) - 1:34.739
12. Nicolas Prost (Renault e.dams) - 1:34.895
13. Bruno Senna (Mahindra) - 1:35.611

Testtag 6: Die Testfahrten der Formel E in Donington sind am sechsten Tag verregnet zu Ende gegangen. Am letzten Tag der Vorbereitungen auf die zweite Saison der Elektrorennserie hinderte schlechtes Wetter ein ordentliches Vorankommen der Teams, insbesondere am Nachmittag wurden nur wenige Runden hingelegt. Die schnellste Zeit fuhr Renault-e.dams-Pilot Nicolas Prost mit 1:30.513 Minuten - das allerdings noch am trockenen Vormittag. "In der vergangenen Woche waren wir noch etwas verloren, aber die vergangenen beiden Tage waren von meiner Seite wirklich positiv", meint der Franzose. "Wir hatten eine wirklich, wirklich gute Pace. Ich bin ziemlich glücklich, aber nicht zu zuversichtlich, denn Abt sah wirklich stark aus."

Schnell unterwegs: Sebastien Buemi und das e-Dams-Team sahen bei den Testfahrten richtig gut aus

Das Abt-Team kam mit Daniel Abt am Steuer aber nicht über eine 1:34.384 Minuten und Rang 13 hinaus, konnte im Verlauf der Testfahrten allerdings bereits die Marke von 1:30 Minuten knacken. Rang zwei am letzten Testtag ging ebenfalls an Renault e.dams: Sebastien Buemi war 0,288 Sekunden langsamer als sein Teamkollege und sorgte für eine Doppelführung der Franzosen. "Wir konnten nicht ganz zeigen, zu was wir in der Lage sind. Das Auto scheint gut zu sein, die Zuverlässigkeit stimmt und wir sind in allen Bedingungen gefahren - von dieser Sicht aus bin ich ziemlich glücklich und zuversichtlich, dass wir in Peking ein starkes Wochenende haben können", resümiert der Vizemeister.

Rang drei ging an Dragon-Pilot Jerome D'Ambrosio (+0,347 Sekunden) vor Bruno Senna im Mahindra (+0,356) - alle Zeiten wurden am Vormittag gefahren. Am Nachmittag gingen teils starke Niederschläge über der britischen Strecke nieder. DS-Virgin-Pilot Jean-Eric Vergne setzte dort mit 1:31.048 die Bestzeit der Nachmittagseinheit - allerdings ebenfalls bei noch akzeptablen Bedingungen. Eine Überraschung des Nachmittags war Robin Frijns. Der Niederländer griff erstmals für Andretti ins Lenkrad und fuhr auf Rang zwei.

Titelverteidiger: Nelson Piquet Jr. holte letzte Saison die Meisterschaft, hatte bei den Tests aber noch Rückstand

Der ehemalige Meister der Formel Renault 3.5 konnte endlich ein paar Runden für die Amerikaner drehen, nachdem man in der Nacht auf den McLaren-Antrieb der ersten Formel-E-Saison zurückgerüstet hatte, weil man mit dem eigenen kaum zum Fahren kam und nun die Notbremse zog. Gute Nachrichten gab es auch endlich für das Team Trulli. Unter großem Beifall konnte Vitantonio Liuzzi die ersten Runden des Sommers für das Team drehen, blieb am Ende des Tages aber ohne Rundenzeit. Für die Teams der Formel E waren dies die letzte Testgelegenheit, in den kommenden Tagen werden die Boliden nach Peking aufbrechen, wo im Oktober der erste ePrix der Saison 2015/2016 stattfinden wird.

Testzeiten des sechsten Tages in Donington:
1. Nicolas Prost (Renault e.dams) 1:30.513
2. Sebastien Buemi (Renault e.dams) 1:30.801
3. Jerome D'Ambrosio (Dragon) 1:30.860
4. Bruno Senna (Mahindra) 1:30.869
5. Stephane Sarrazin (Venturi) 1:30.923
6. Jean-Eric Vergne (DS Virgin) 1:30.997
7. Loic Duval (Dragon) 1:31.259
8. Robin Frijns (Andretti) 1:31.434
9. Jacques Villeneuve (Venturi) 1:31.895
10. Stefano Coletti (Aguri) 1:32.573
11. Simona de Silvestro (Andretti) 1:33.180
12. Nelson Piquet jun. (NextEV) 1:33.679
13. Daniel Abt (Abt) 1:34.384
14. Nick Heidfeld (Mahindra) 1:36.176
15. Vitantonio Liuzzi (Trulli) ohne Zeit
Fotos: Frederik Hackbarth

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.