Formel E

Formel E: Andere Hersteller im Formel E-Look

Formel E: Mario-Kart-Rennformat kommt

Termin für Deutschland-Rennen 2019 besteht

Der FIA-Weltrat hat die neuen Formel-E-Regeln für die Saison 2018/2019 beschlossen. Die Elektro-Rennserie setzt auf ein völlig revolutionäres Format à la Mario Kart.
Die Formel E hat mal wieder eine verrückte Vision in die Realität umgesetzt. Ab der kommenden Saison gibt es ein neues Rennformat – und dabei greift man auf eine Idee aus dem populären Videospiel Mario Kart zurück. Künftig wird es so genannte Aktivierungszonen am Streckenrand geben, in denen für Fahrer mehr Energie freigeschaltet wird – als würde Super Mario in eine „Sternzone“ fahren.
Konkret sieht das so aus: Die Leistung der neuen Gen2-Autos ist im Qualifying auf 250 kW (340 PS), im Rennen aber auf 200 kW (272 PS) begrenzt. Fährt ein Pilot durch die Aktivierungszone, bekommt er für eine bestimmte Zeit 225 kW (306 PS) Leistung. Für wie lange und wie oft ein Fahrer im Rennen diese Aktivierungszone durchkreuzen darf, soll von Strecke zu Strecke variieren.
Formel-E-Serienchef Alejandro Agag erklärt: „Die Leute haben auch gelacht, als wir die Idee mit dem Autowechseln hatten. Doch es hat sich bewährt und spannende Rennen erzeugt. Dasselbe wird mit dem Mario-Kart-Konzept der Fall sein."
Hintergrund: Mit den neuen Gen2-Autos steigt die Batteriekapazität von 28 Kilowattstunden auf 54. Die Autos halten fortan ein ganzes Rennen – was viele Hersteller immer gefordert hatten. Denn bisher mussten die Fahrer etwa zur Rennmitte das Auto tauschen, wenn die Batterie leer war. Keine gute Werbung für Elektroautos. Doch ohne Fahrzeugwechsel war ein neues strategisches Element nötig. Das ist jetzt mit dem Mario-Kart-Konzept gefunden.

Die Formel E kommt 2019 wieder nach Berlin

Es wurden zudem weitere Regeländerungen beschlossen. Derzeit dauern die Rennen etwa eine Stunde. Künftig wird nicht mehr eine bestimmte Rundenzahl absolviert, sondern es wird 45 Minuten plus eine Runde gefahren. Und: Der Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde fällt weg. Stattdessen bekommt der effizienteste Fahrer aus den Top-5 weitere Punkte. Heißt: Der Fahrer, der im Lauf des Rennens am wenigsten Energie verbraucht hat, wird dafür belohnt. Mit wie vielen Zählern konkret, steht noch nicht fest.
Und auch der Kalender für die kommende Saison steht. Der Auftakt steigt am 15. Dezember in Diriyya, einem Vorort der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Zwei Austragungsorte sind noch nicht fix. Am 26. Januar wird wohl irgendwo in Südamerika gefahren (Santiago de Chile? Punta del Este?), am 23. März in einer chinesischen Stadt (Hainan? Shanghai?). Das Deutschland-Rennen steigt am 25. Mai in Berlin. Damit ist die deutsche Hauptstadt der einzige Ort, an dem die Formel E bisher in jeder Saison unterwegs war.
Auftakt in Saudi-Arabien: Willkommen im Land der Steinigungen
Der Formel-E-Kalender 2018/2019
15. Dezember: Riad (Saudi-Arabien)
12. Januar: Marrakesch (Marokko)
26. Januar: Noch offen
16. Februar: Mexiko-Stadt (Mexiko)
10. März: Hongkong (Hongkong)
23. März: Noch offen (China)
14. April: Rom (Italien)
27. April: Paris (Frankreich)
11. Mai: Monaco (Monaco)
25. Mai: Berlin (Deutschland)
9. Juni: Zürich (Schweiz)
13. Juli: New York (USA)
14. Juli: New York (USA)

Formel E: Andere Hersteller im Formel E-Look

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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