Mercedes

Formel E: Nächster Hersteller

— 04.10.2016

Mercedes sichert sich Startplatz!

Mercedes hat sich für die fünfte Saison 2018 einen Startplatz in der Formel E gesichert. Damit sind schon vier deutsche Motorhersteller vertreten.

Formel-E-Serienchef Alejandro Agag hat im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT nicht zu viel versprochen, als er von fünf oder sechs weiteren großen Herstellern sprach, die über einen Formel-E-Einstieg nachdenken. Seither hat erst BMW (mit Andretti) den Einstieg verkündet und nun auch Mercedes mit der Sicherung eines Startplatzes ab Saison fünf (2018/19) nachgelegt.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff begründet: „Elektrifizierung wird eine wichtige Rolle in der Zukunft der Automobilindustrie spielen. Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird."

Noch steht der Einstieg in die Formel E nicht hundertprozentig fest. Mercedes hat sich lediglich einen Startplatz gesichert. 2018/19 sollen zwei weitere Teams zugelassen werden, eines könnte nun Mercedes sein. Dann werden auch die Autowechsel während des Rennens wegfallen.

Neben Audi (mit Abt Schaeffler), BMW (mit Andretti) und ZF (mit Venturi) ist Mercedes damit der vierte deutsche Motorhersteller in der Formel E.

Kommentar von AUTO-BILD-MOTORSPORT-Redakteur Michael Zeitler

Renault, BMW, Mercedes, Jaguar, Audi, DS und Co. – die Markenvielfalt in der Formel E wird immer größer. Warum? Weil Elektro bei den Herstellern gerade in ist.

Toto Wolff wird Mercedes wohl in die nächste Serie führen...

Aber auch, weil das Konzept der Serie durchdacht ist: Sie fährt da, wo Elektroautos ihren Markt haben – in den Städten. Sie interagiert mit den Fans (Stichwort Fanboost) und schottet sich nicht von diesen ab. Sie trägt alles an einem Tag aus und spart den Fans damit Zusatzkosten beim Eventbesuch. Sie ist günstig für die Hersteller, weil sie nur die Teile zur Entwicklung freigeben, die auch entscheidend sind (also nur den Antriebsstrang), alle anderen Bereiche am Autos sind Standardteile.

Die Formel E wird – Markenvielfalt hin oder her – der Formel 1 nicht den Rang ablaufen. Dafür hat sie auch zu viele Schwächen, zum Beispiel die langsamen Fahrzeuge. Zwar werden diese in den kommenden Jahren noch schneller, aber nicht mehr so sehr, um der Formel 1 nur ansatzweise Konkurrenz zu machen. Für solche Geschwindigkeiten wären die Strecken Mitten in den Metropolen auch gar nicht ausgelegt.

Aber: Die Formel 1 muss von der Formel E lernen. Die große Anzahl an Hersteller in der Formel E steht dem Tiefstand in der Formel 1 gegenüber: Nur noch vier Konzerne mischen da mit. Weniger gab es nur 1974 und 2014. Ein Armutszeugnis. Der Grund: Die Kosten sind so schwindelerregend hoch, dass sich das kaum ein Hersteller wirklich leisten kann. Würden die Kosten in der Formel 1 endlich gesenkt werden, würden die Hersteller genauso Schlange stehen wie jetzt in der Formel E.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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