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Formel E: Neue Probleme

— 26.01.2017

Fällt Brüssel ePrix aus?

Höchstwahrscheinlich wird der ePrix in Brüssel abgesagt. Die Regierung wird den Event nicht bezuschussen, die Finanzierung wackelt. Verschiebung auf 2018?

Es droht neuer Ärger für die Formel E: In Berlin kann der letztjährige Kurs nicht mehr befahren werden, weil die Belastungen für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer als zu hoch eingestuft werden. Die Rückkehr an den stillgelegten Flughafen Tempelhof ist die letzte Chance, das Rennen am 10. Juni zu retten.
Formel E: Kalender 2017

Die Lage in Europas Hauptstadt Brüssel scheint noch dramatischer. Bis heute ist noch kein Streckenlayout bekannt, noch nicht einmal der genaue Austragungsort in Brüssel steht fest. Nun hat die Regierung auch noch Subventionen für das Elektro-Autorennen abgelehnt. Damit wackelt die Finanzierung des Events, eine Absage gilt als wahrscheinlich, zumindest für 2017. Das Rennen wäre für den 1. Juli geplant gewesen.

Formel E: Alle Fahrer, alle Teams



Fällt Brüssel aus dem Formel-E-Kalender, umfasst die Saison nur noch elf statt zwölf Rennen in neun verschiedenen Städten. In Hongkong und Marrakesch wurde schon gefahren, geplant sind noch Rennen in Buenos Aires (18. Februar), Mexico-City (1. April), Monaco (13. Mai), Paris (20. Mai), Berlin (10. Juni), Brüssel (1. Juli), New York (15./16. Juli) sowie Montréal (29./30. Juli).

Kommentar von ABMS-Redakteur Michael Zeitler

Sébastien Buemi ist Tabellenführer

Seit dem Bestehen der Formel E gibt es Probleme mit dem Rennkalender. Die in der ersten Saison angedachten Rennen in Rom und Hongkong fielen aus. Rio de Janeiro musste abgesagt werden. In der vergangenen Saison wurde das Rennen in Moskau in der laufenden Saison gestrichen. Dazu kommen die jährlichen Probleme in Berlin.

Die deutsche Hauptstadt ist ein perfektes Beispiel für die Gründe des Schlamassels: Die Rennen werden nicht auf Rennstrecken ausgetragen, sondern inmitten der Städte. Doch das bringt diverse Hürden mit sich: bürokratische Auflagen, wütende und sich belästigt fühlende Bürger und organisatorische Schwierigkeiten.

Doch die Formel E setzt den Weg, in den Städten zu fahren, ungehindert fort. Und es ist der richtige Weg. Das Konzept der Elektro-Formel-Serie ist nämlich genau durchdacht: Es muss da gefahren werden, wo Elektro-Mobilität zuhause ist. Und das ist nun mal in den Städten. Die Events vor gigantischen Kulissen in den Mega-Städten dieser Welt sind perfekte Werbung für grünen Motorsport und vor allem für den Reiz des Elektro-Antriebs. Dafür muss man auch solche Probleme wie in Berlin und Brüssel in Kauf nehmen.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance, picture-alliance ; Hersteller

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