Formel E: Andere Hersteller im Formel E-Look

Formel E: So umkämpft wie nie

— 04.12.2017

"Das halbe Feld kann den Titel holen"

Beim ersten Formel-E-Event in Hongkong war das Feld bunt gemischt: An der Spitze geht es eng zu. Das ist Stand der Dinge nach dem Auftakt.

Eng, enger, Formel E: Nach dem Auftaktwochenende der Elektroserie in Hongkong ist klar, dass in Sachen Titelkampf nicht viel klar ist. Oder anders gesagt: Es deutet sich an, dass es in der vierten Saison so viele Mitfavoriten wie nie zuvor gibt.

Weltmeister Lucas di Grassi? Null Punkte nach den ersten beiden Rennen. „Vize“ Sebastien Buemi? Ein mickriger Punkt. Der WM-Stand an der Spitze? Ist stattdessen bunt durchgemischt. Das, was sich andere Serien händeringend wünschen, hat die Formel E offenbar erreicht: Ein ausgeglichenes und unberechenbares Feld. Mahindra mit Ex-Formel-1-Pilot Nick Heidfeld, DS Virgin Racing und Techeetah mit dem noch schwächelnden Rookie Andre Lotterer haben offenbar zulegen können.

Sam Bird ist Tabellenführer

Auch Venturi mit dem DTM-Duo Maro Engel und Edoardo Mortara präsentierte sich überraschend stark. Mortara verpasste seinen Debütsieg am Sonntag nur, weil er wegen seiner souveränen Führung die schnellste Rennrunde jagte und sich dabei drehte. Beispiel Mahindra: Am Samstag flog Heidfeld als Dritter auf das Podium, am Sonntag sein Teamkollege Felix Rosenqvist als Sieger.

Ebenfalls vorne dabei: Audi. Auch wenn Daniel Abt nach seinem Premierensieg an seinem 25. Geburtstag am Sonntag wegen Abweichungen bei Teilenummern im technischen Wagenpass disqualifiziert wurde. Was nichts daran ändert, dass mit den Ingolstädtern nach ihrem werksseitigen Einstieg zu rechnen ist. Wie mit vielen anderen allerdings auch. Es gibt offenbar keinen, der die Konkurrenz in Grund und Boden fahren kann oder einen deutlichen Vorteil hat. Hinzu kommt: Flüchtigkeitsfehler, Pannen und ein bisschen Chaos sorgen für Action und Abwechslung.
Abt-Disqualifikation: Die Hintergründe

„Es ist unmöglich, ein Ranking zu machen. Es ist komplett durchgemixt, man kann nichts vorhersagen. Es sind aber viele in der Lage, Topergebnisse einzufahren“, sagte Abt. Er meint sogar: „Das halbe Fahrerfeld kann die Meisterschaft gewinnen.“ Denn plötzlich fängt sogar Serienweltmeister Renault an zu schwächeln. Abt: „Sie haben den Vorsprung nicht mehr so wie früher. Das merken sie, und dann passieren Fehler.“ Klar: Für Fahrer und Teams mag das schlecht sein. Aber: Für die Show und die Fans sind das beste Voraussetzung.

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Hersteller

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