Renault

Formel E: Testanalyse

— 12.09.2016

Renault noch stärker?

Am 9. Oktober startet in Hong Kong die dritte Formel-E-Saison. Bei den Abschlusstestfahrten in Donington fuhr Sébastien Buemi die Bestzeit.

Nach zwei Jahren Formel E führen Sébastien Buemi (sechs Siege) und Renault e.dams (9) die Statistiken an. Und diese Rekorde dürften in der am 9. Oktober in Hong Kong beginnenden dritten Saison der Elektro-Meisterschaft noch ausgebaut werden. Denn: Bei den Abschlusstestfahrten in Donington machte Renault den besten Eindruck.

An den ersten beiden Tagen fuhr Jean-Eric Vergne die Bestzeit. Der Franzose, der parallel dazu in der Formel 1 Entwicklungsfahrer für Ferrari ist, startet für das neue chinesische Techeetah-Team, das die Motoren von Renault bezieht. „Wenn die Kunden schon so schnell fahren, dann kann dies das Werk erst recht“, war sich Nick Heidfeld schon an Tag zwei sicher.

Und in der Tat: Am dritten Tag blieb die Uhr bei Sébastien Buemi schon bei 1:28,910 Minuten stehen – neuer Streckenrekord für Formel-E-Fahrzeuge, als einziger unter einer Minute 29.

Buemi selbst analysiert im Gespräch mit ABMS: „Letztes Jahr waren wir hier in Donington nicht so schnell und auf den Stadtkursen dann schon. Vielleicht ist es dieses Jahr anders. Wir müssen abwarten."

Jaguar kam in Donington noch nicht auf Tempo

Was er damit meint: Die Formel E fährt alle zwölf Rennen auf engen Kursen mitten in der Stadt, nicht auf einer normalen Rennstrecke wie in Donington. Weil die Streckencharakteristiken so verschieden sind, wollen die Teams künftig nicht mehr in Donington testen, sondern auf kleineren Mickey-Mouse-Kursen in Spanien, wo schon jetzt private Probefahrten durchgeführt werden.

Generell rechnet Buemi damit, dass das Feld enger beisammen liegt. Grund: Die meisten Hersteller haben das Renault-Konzept aus der Saison zwei kopiert, fahren also mit einem Motor und zwei Gängen. Abt Schaeffler Audi Sport, ab nächste Saison mit Audi-Werksunterstützung unterwegs, bleibt bei drei Gängen. NEXTEV, Meister der Saison eins, fährt mit zwei E-Motoren und nur einem Gang. Neuling Jaguar hielt sich mit Rundenzeiten noch bedeckt. Nur Rang 16 für Mitch Evans, dem schnelleren der beiden Raubkatzen. „Für uns war es wichtiger möglichst viele Kilometer zu  fahren als schnelle Runden“, weiß Teamchef James Barclay. „Was wir sagen können: Die Zuverlässigkeit passt. Wir hatten in der letzten Testwoche keinen einzigen Defekt."

Das Klassement von Testwoche zwei
1. Sébastien Buemi (Renault e.dams) 1:28,910
2. Jean Eric Vergne (Techeetah Renault) 1:29,109
3. Daniel Abt (Abt Schaeffler Audi Sport) 1:29,422
4. Sam Bird (DS Virgin) 1:29,508
5. Lucas di Grassi (Abt Schaeffler Audi Sport) 1:29,518
6. Nicolas Prost (Renault e.dams) 1:29,656
7. Jérôme D’Ambrosio (Faraday Future Dragon) 1:29,701
8. Loïc Duval (Faraday Future Dragon) 1:29,703
9. Felix Rosenqvist (Mahindra) 1:29,713
10. Ma Qing-Hua (Techeetah Renault) 1:29,726
11. Nick Heidfeld (Mahindra) 1:30,080
12. Antonio Felix da Costa (Andretti) 1:30,253
13. Oliver Turvey (NEXTEV) 1:30,312
14. Nelson Piquet jr. (NEXTEV) 1:30,422
15. José María López (DS Virgin) 1:30,500
16. Mitch Evans (Jaguar) 1:30,582
17. Robin Frijns (Andretti) 1:30,648
18. Maro Engel (Venturi) 1:30,650
19. Adam Carroll (Jaguar) 1:30,713
20. Stéphane Sarrazin (Venturi) 1:30,951

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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