Formel E

Formel E: Vorschau e.Prix Paris

— 21.04.2016

Meisterschaftskampf unter dem Eiffelturm

Bei der siebten von elf Stationen der Formel E wartet ein Highlight: In Paris geben die Elektro-Flitzer zwischen historischen Bauten am Ufer der Seine Gas.

Eine bessere und spektakulärere Location hätte sich die Formel E für den Europa-Auftakt in ihrer zweiten Saison wohl nicht raussuchen können: Mitten im Herzen der französischen Hauptstadt fechten Heidfeld, Abt und Co. am Samstag (23. April) den Sieger beim e.Prix von Paris aus. Unweit des Seine-Ufers und nur wenige Meter vom Wahrzeichen der Stadt, dem Eiffelturm, entfernt, rasen die Formel-E-Boliden über den mit nur 1,920 Kilometern Länge kürzesten Kurs der Saison. Die Strecke wartet mit einem Mix aus langen Geraden und engen Passagen auf, besonders vor Kurve eins und acht werden viele Überholmanöver erwartet.

Für Citroën, Renault und Co. ist Paris das Heimspiel

„Ich hätte mir nie träumen lassen, eines Tages in Paris an einem Rennen teilzunehmen. Das ist einfach unglaublich“, findet Jean-Eric Vergne, Pilot für den Rennstall DS Virgin Racing. Für den Franzosen aber auch sein Citroën-Team ist das Heimspiel natürlich der Höhepunkt der Saison. „Von allen Rennen in diesem Jahr freue ich mich auf dieses am meisten. Ich will hier unbedingt gewinnen!“, sagt der ehemalige Formel-1-Fahrer.

Doch um diesen Traum wahr werden zu lassen, müssen Vergne und seine Konkurrenten erst einmal an Lucas di Grassi vorbei. Der Brasilianer ist derzeit Gesamtführender in der Formel E. Bei fünf der letzten sechs Rennen stand er auf den Podium. Wegen einer technisch bedingten Disqualifikation beim vorletzten Rennen in Mexiko beträgt sein Vorsprung auf den ersten Verfolger in der Meisterschaft, Sebastien Buemi von Renault e.dams, aber nur einen mageren Punkt. Viel Spannung, die Di Grassi aus persönlicher Sicht mit einem weiteren Sieg am liebsten pulverisieren möchte.

Di Grassi hat keine Gastgeschenke dabei

„Es ist das Heimspiel unserer Freunde und Konkurrenten aus Frankreich, aber das interessiert mich nicht. Wir werden auch dort versuchen zu gewinnen“, macht Di Grassi klar, dass er am Samstag keine Geschenke zu verteilen hat. Über den Lauf im Heimatland der Konkurrenzteams von Citroën und Renault freut sich der Fahrer des deutschen Audi-Sport-Abt-Teams trotzdem. „Paris ist ein neuer Höhepunkt im Kalender. Man muss der Serie gratulieren, dass es gelungen ist, dieses Rennen mitten in der Stadt zu organisieren.“

Zuletzt in L.A. durften Di Grassi und Kollege Abt jubeln

„Es ist eine Strecke, die wir alle noch nicht kennen“, fügt Teamkollege Daniel Abt an, der beim letzten Lauf in L.A. als Dritter gemeinsam mit Sieger Di Grassi feiern durfte. Ob es für den Rennstall aus Kempten wieder so gut läuft, traut sich Teamchef Hans-Jürgen Abt derweil nocht nicht vorherzusagen. Nur einen Wunsch hat der Deutsche für den Rennausgang: „Unser großes Ziel ist es, als Tabellenführer zu unserem Heimspiel nach Berlin zu kommen.“

Dieses steht genau einen Monat später an - dann heißt es Fernsehturm am Alexanderplatz statt Eiffelturm, denn wie die Fahrer auf der Strecke von Kurve zu Kurve eilen, so jagt die Formel E durch die europäischen Metropolen: Nach Paris und Berlin steht noch ein Lauf in Moskau an, ehe die Saison Anfang Juli mit einem Doppel-Rennen in London ihren Abschluss findet.

Das Rennen in Paris am Samstag ist ab 16 Uhr wie immer live auf Eurosport zu sehen. Wer nicht mehr bis dahin auf die Formel E warten kann, hat darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit der Sendung Supercharged von unserem Medienpartner CNN perfekt auf den anstehenden e.prix einzustimmen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Citroën

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