Formel E

Formel E: Vorschau e.Prix USA

— 31.03.2016

Di Grassi will Mexiko vergessen machen

Die Formel E bestreitet am Samstag auf dem traditionsreichen Kurs von Long Beach ihren einzigen US-Lauf: Spannung ist vor den Toren von L.A. garantiert.

Glamour garantiert: Mit dem e.Prix in Long Beach vor den Toren von Los Angeles, macht die Formel E am Wochenende das letzte Mal jenseits des großen Teichs Halt, bevor es im April und Mai mit dem Läufen in Paris und Berlin in Europa weitergeht. Auf dem US-Kurs direkt am Pazifik fuhr die erste vollelektrische Rennserie auch schon bei ihrer Premiere im letzten Jahr. Das Rennen war damals ein voller Erfolg. „Long Beach ist ein Name mit einer großen Tradition im Motorsport. Und auch die Atmosphäre mit dem Kurs direkt am Wasser ist beeindruckend“, erinnert sich Lucas di Grassi, Pilot beim einzigen deutschen Formel-E-Team ABT Audi Sport.

Zu früh gefreut: Di Grassi verlor seinen Sieg in Mexiko

Der sechste Lauf der Saison ist durch den Wegfall des ePrix in Miami gleichzeitig auch das einzige Rennen in dieser Saison, das die Elektro-Serie auf US-Boden austrägt. Das Interesse der amerikanischen Zuschauer dürfte daher umso größer sein. Long Beach gilt als das Monte Carlo des US-Rennsports. Im Vorjahr gewann mit Nelson Piquet Jr. der spätere Meister auf dem 2,131 Kilometer langen Kurs am Hafen. „Ich erinnere mich noch genau an letztes Jahr. Es war der erste Sieg für mich und das Team und etwas sehr Spezielles“, freut sich Piquet auf die Rückkehr an die Erfolgsstätte.

„Die Strecke ist einmalig. Außerdem habe ich sechs Jahre in Amerika gelebt. Ich liebe das Land und für mich fühlt es sich wie ein Heimrennen an“, sagt Piquet, der eigentlich Brasilianer ist. Getrübt wird seine Vorfreude aber durch die Tatsache, dass er sportlich im zweiten Jahr nicht konkurrenzfähig ist. „Realistisch betrachtet, muss man sagen, dass wir wohl unmöglich vorne mitkämpfen können“, blickt er zähneknirschend auf den Samstag voraus.



In der Meisterschaft liegt der amtierende Champion mit vier mageren Pünktchen derzeit nur auf dem 15. Gesamtrang! Die Titelverteidigung ist damit ausgeschlossen, denn an der Spitze geben andere Piloten den Ton an. Sebastien Buemi vom Renault-e.Dams-Team führt das Klassement kurz vor Halbzeit der Saison an.

Sebastien Buemi (r.) führt die Meisterschaft derzeit an

Mit 98 Punkten liegt der Schweizer immerhin schon 22 Zähler vor dem Zweiten Di Grassi. Auch weil der ABT-Pilot zuletzt beim Lauf in Mexiko seinen herausgefahrenen Sieg wegen eines untergewichtigen Autos am grünen Tisch wieder verlor. „Die Disqualifikation war natürlich ein Rückschlag im Titelkampf“, sagt Di Grassi und zeigt sich als Teamplayer: „Mein Team hat die Umstände aber genau aufgearbeitet und wird alles dafür tun, dass so etwas nie wieder passiert. Damit ist das Thema für mich erledigt. In Mexiko haben wir zusammen verloren, das nächste Mal gewinnen wir wieder zusammen.“

Der Start zum sechsten Saisonlauf erfolgt am Samstag, 2. April, um 16 Uhr Ortszeit (1 Uhr MESZ). Eurosport überträgt bereits ab 00:15 Uhr und zeigt zunächst eine Zusammenfassung des Qualifyings und dann das Rennen live. Oliver Sittler kommentiert neben dem von AUTO BILD MOTORSPORT unterstützen DTM-Piloten Timo Scheider. Wer nicht mehr bis zum Rennen auf die Formel E warten kann, hat darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit der Sendung Supercharged von unserem Medienpartner CNN perfekt auf den anstehenden e.prix einzustimmen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Renault

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