Forschung

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— 25.01.2006

Wenn das Auto den Fahrer fühlt

Skinplex heißt die Bayern-HighTech, mit deren Sensoren-Hilfe das Auto zum Beispiel erkennt, wann Fahrer-Finger das Faltdach blockieren.

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Ein erwachsener Mann fühlt auf einer Fläche von bis zu zwei Quadratmetern. Nun kann sogar das Auto seinen Fahrer über dessen Haut fühlen. Skinplex heißt die neue Technik, bei der zum Beispiel die Daten eines Fahrzeugschlüssels über die menschliche Haut übertragen werden. Ein Autofahrer mit einem kleinen Signalgeber in der Tasche muß dann nur noch den Türgriff berühren, und das Fahrzeug läßt sich öffnen. Völlig ohne Funk.

Jeden Menschen umgibt ein elektrisches Feld, über das Daten übertragen werden können, fanden der Physiker Wolfgang Richter und seine Kollegen der TU München heraus. Datenübertragung per Haut sei einfacher und sicherer als Funktechniken wie Bluetooth, so der Gründer der bayrischen Firma Ident Technology, die das System auf den Markt brachte.

Als erstes Serienprodukt wird in diesem Jahr ein Schiebedach der holländischen Firma Inalfa mit Skinplex-Sensoren ausgestattet. Befindet sich eine Hand im offenen Dachspalt und stört das elektrische Feld des Sensors, wird der Schließvorgang unterbrochen. Mit derselben Technik können auch Bedienelemente wie Klimaanlage, elektrische Sitzeinstellung oder Sitzheizung geregelt werden. Wird der Fahrer über Skinplex vom Fahrzeug erkannt, werden automatisch die gespeicherten Einstellungen aktiviert.

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