Forstmaschinen: XXL-Baumschubser

— 04.12.2011

Ein Monster sägt im Walde

Die reißen Bäume aus: Der Holzfäller im Karohemd hat ausgedient, heute regieren im Wald die Feller Buncher, Skidder und Forwarder. Nur Bahnhof verstanden? Halb so wild. Wir erklären die spektakulärsten Forstmaschinen.



Vielleicht würde es dem alten Holzmichl heute besser gehen, hätte ihm ein Komatsu 941.1 die Arbeit erleichtert, ihm leidige Hackerei bei Wind und Wetter erspart. Entspannt hätte er bei Affenhitze und Eiseskälte in der vollklimatisierten, drehbaren Kabine gesessen, während der "Harvesterkopf" am Hydraulikarm seines dreiachsigen Hightech-Baumschubsers eine Randfichte nach der andern fällt, entastet und portioniert. In der Tat dürfte es im Erzgebirge kaum einen Hang geben, den der 941.1 mit seinem 8,4-Liter-Tubodieselmotor nicht meistern könnte. Okay, so ein Vollernter wiegt über 23 Tonnen und macht auch mal einen Fuchsbau platt, dafür hat sein Trecker-Führer nachher aber auch viel mehr Holz vor der Hütte, als er über den Winter verfeuern kann.

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Wendig und robust: der Holzvollernter 931 von Komatsu mit Harvesterkopf.

Nicht witzig: Die Mega-Baumhächsler schädigen Bodenstrukturen und Baumwurzeln. Doch um den weltweiten Bedarf am warmen Rohstoff zu decken, genügen keine Männer im Schrankwandformat mehr. Axt und Spaltkeil haben in unseren Wäldern längst ausgedient. Sechs- bis achträdrige Vollernter erledigen heute die wesentlichen Schritte des Baumfällens in einem Durchlauf. Der "Harvesterkopf" ist am Ende des zehn bis fünfzehn Meter langen Kranarms befestigt. In ihm sind eine Ketten- oder Kreissäge, Räder für den Vorschub sowie Messer für die Entastung integriert.

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Hat der Harvesterkopf einen Baum in die Mangel genommen, krallt er sich fest, der Rest geschieht von allein. Verhackschnitzelt die Maschine den Baum sogar vor Ort, sprechen Profis vom "Hackschnitzelharvester". Das Endprodukt taugt zum Verheizen oder für die Spanplatten-Produktion. Bleibt der Baum an einem Stück, dann kommt der "Skidder" zum Einsatz. Ein XXL-Traktor mit Greifarm, der gleich mehrere Stämme greifen und zur Sammelstelle schleifen kann. Für den Transport innerhalb des Forstes ("Holzrücken") kommt der Forwarder zum Einsatz, legitimer Nachfolger der Rückepferde, die das unverarbeitete Gehölz einst zum nächsten Sägewerk schleppen mussten. Große Forwarder wie der John Deere 1910E rücken in einer Fuhre bis zu 19 Tonnen Holz. Den größten Rücker des US-Herstellers treibt ein 9-Liter-Turbodiesel-Aggregat an, das bei 1400 Umdrehungen bereits das maximale Drehmoment von 1100 Newtonmetern liefert. XXL-Forstmaschinen sehen Sie oben in der Bildergalerie!
Fotos: John Deere

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