Frankreich verkauft Renault-Paket

Frankreich verkauft Renault-Paket

— 30.07.2003

Es war einmal ein Staatskonzern

Die französische Regierung hat sich von weiteren Renault-Aktien getrennt. Jetzt gehört der Hersteller nur noch zu 15 Prozent dem Staat.

Der französische Staat hat ein milliardenschweres Renault-Aktienpaket abgestoßen und hält damit noch etwa 15 Prozent an dem Autobauer. Wie die Feder führende Investmentbank J. P. Morgan in Paris mitteilte, wurden 8,5 Prozent des Unternehmens über die Börse verkauft. Der Verkauf bringt der Pariser Regierung Einnahmen von 1,177 bis 1,189 Milliarden Euro. Der französische Staat wolle sich "kurz- oder mittelfristig" aber nicht von weiteren Renault-Anteilen trennen, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums.

Am Kapital des einstigen französischen Staatskonzerns bleibe der Staat nunmehr zu gut 15 Prozent beteiligt, sagte der Sprecher. Er dementierte jeden Zusammenhang zwischen dem Verkauf und den Problemen Frankreichs mit seinem öffentlichen Haushaltsdefizit. Der für das 8,5-prozentige Aktienpaket erzielte Preis lag zwischen 48,65 und 49,15 Euro pro Anteilsschein. Das Aktienpaket könnte bei großer Nachfrage im Tagesverlauf noch um ein Zehntel aufgestockt werden. An der Abwicklung der Transaktion beteiligt waren außer J. P. Morgan auch die Deutsche Bank und die Société Générale.

Die Renault -Aktie hatte in den vergangenen sechs Wochen gut 19 Prozent zugelegt. Hintergrund ist unter anderem die ertragreiche Partnerschaft mit dem japanischen Hersteller Nissan. Renault hatte im ersten Halbjahr dank der guten Ergebnisse des Partners einen Gewinn von 1,177 Milliarden Euro erzielt. Der Umsatz des französischen Herstellers war wegen der Konsumschwäche und Absatzrückgängen in wichtigen Märkten um 2,1 Prozent auf 18,6 Milliarden Euro gesunken.

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