BMW verteilt Denkzettel an Mitarbeiter, die Fremdfabrikate fahren.

Fremdmarken unerwünscht

— 19.06.2009

BMW maßregelt Mitarbeiter

Der bayerische Hersteller hat jetzt in seinen deutschen Werken Knöllchen verteilt - wer ein konzernfremdes Fabrikat fuhr, bekam einen Denkzettel hinter den Scheibenwischer geklebt.

Letzte Mahnung: Wer bei BMW arbeitet und trotzdem eine Konkurrenzmarke als Privatwagen fährt, macht sich nicht beliebt in der Konzernzentrale – als Vorgeschmack hat das Unternehmen jetzt in seinen deutschen Werken Denkzettel verteilt. "Was stimmt hier nicht? Sie wissen Ihren Arbeitsplatz und Ihr Einkommen zu schätzen. Aber Sie fahren ein Fahrzeug der Konkurrenz." stand auf den weiß-blauen Knöllchen, die hinter den Scheibenwischer von Fremdfabrikaten geklemmt wurden. Nach Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" sollen rund zehn Prozent der etwa 73.000 BMW-Werker die böse Überraschung an ihrem Auto vorgefunden haben.

Nicht alle Fremdfahrer wurden gemahnt

Es kamen aber auch einige davon: Wer zum Beispiel einen Volkswagen-Van vom Typ Sharan fuhr, entging dem Zettel-Attentat – denn es vergleichbares Modell ist im BMW-Programm vorläufig nicht vorhanden. Kein Erbarmen dagegen gab es für kompakte Modelle wie Golf oder Astra. Ausgeheckt wurde die Maßnahme im Einvernehmen mit Vertrieb, Personalabteilung und sogar dem Betriebsrat. Der Hersteller will mit der Kampagne einen Denkprozess anregen. Nach dem Motto: Wer sich keinen BMW leisten kann, soll doch Mini oder Rolls-Royce fahren...

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