Frentzen fährt Hybrid-Apollo — 24.04.2008
Doppelherz für Supersportler
Die 24 Stunden auf dem Nürburgring will 2008 ein Gumpert Apollo mit Hybridantrieb absolvieren. Im Cockpit sitzt Heinz-Harald Frentzen, der im Juni auch in Le Mans antreten wird.
Vorreiter für die Königsklasse
Neben einem rund 630 PS starken Benzinmotor verfügt der Apollo über einen 136-PS-Elektromotor, beim Bremsen verlorengegangene Energie wird wieder in die Elektro-Einheit gespeist. Solche Systeme zur Energie-Rückgewinnung sollen ab 2000 in der Formel 1 zum Einsatz kommen. "Der ADAC Nordrhein als Veranstalter des Rennens hat alternativen Antriebskonzepten schon seit Jahren die Tür geöffnet. Jetzt gibt er in Übereinstimmung mit dem DMSB auch unserem Projekt, das ansonsten international noch nicht in die existierenden Reglements passt, eine Chance", sagte Frentzen. Der 40-Jährige hatte am vorigen Wochenende am Rande des DTM-Rennens in Oschersleben mit dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) abschließende Gespräche geführt und dabei grünes Licht für den Einsatz in der "Grünen Hölle" erhalten. Frentzen, der in 157 Formel-1-Rennen drei Siege holte und 1997 Vize-Weltmeister sowie 1999 WM-Dritter war, hatte nach seinem Abschied aus den Deutschen Tourenwagen Masters Ende 2006 pausiert. Erst vor knapp drei Wochen hatte er beim Speedcar-Rennen in Bahrain sein Comeback gefeiert. Sein spektakulärer Öko-Renner basiert auf dem Apollo-Supersportwagen, der als Topversion mehr als 800 PS leistet und ein Spitzen-Tempo von 360 erreicht.
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