Gumpert Apollo

Frentzen fährt Hybrid-Apollo

— 24.04.2008

Doppelherz für Supersportler

Die 24 Stunden auf dem Nürburgring will 2008 ein Gumpert Apollo mit Hybridantrieb absolvieren. Im Cockpit sitzt Heinz-Harald Frentzen, der im Juni auch in Le Mans antreten wird.

Heinz-Harald Frentzen kehrt als "Grüner" zurück auf den Nürburgring. Knapp zwei Jahre nach seinem letzten DTM Rennen in der Eifel am 20. August 2006 stellt sich der frühere Formel-1-Pilot am 24. und 25. Mai 2008 nach 20 Jahren wieder der Herausforderung beim berühmten 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife – und das sogar noch mit einem revolutionären Konzept. "HHF", der im Juni auch mit einem Aston Martin bei den 24 Stunden von Le Mans starten will, wird gemeinsam mit dem früheren BMW-Werkspiloten Dirk Müller (Burbach) einen Gumpert Apollo mit Hybridantrieb steuern. "Der Motorsport darf die Notwendigkeit, Energie zu sparen, nicht ignorieren. Ich sehe viel mehr die Chance, dass unser Sport wieder zum Vorreiter einer technischen Entwicklung werden kann, die unsere Autos auch abseits der Rennstrecke deutlich energieeffizienter macht", sagte Frentzen.

Vorreiter für die Königsklasse

In der Straßenversion verfügt der Apollo über bis zu 800 PS und schafft locker 360 km/h.

Neben einem rund 630 PS starken Benzinmotor verfügt der Apollo über einen 136-PS-Elektromotor, beim Bremsen verlorengegangene Energie wird wieder in die Elektro-Einheit gespeist. Solche Systeme zur Energie-Rückgewinnung sollen ab 2000 in der Formel 1 zum Einsatz kommen. "Der ADAC Nordrhein als Veranstalter des Rennens hat alternativen Antriebskonzepten schon seit Jahren die Tür geöffnet. Jetzt gibt er in Übereinstimmung mit dem DMSB auch unserem Projekt, das ansonsten international noch nicht in die existierenden Reglements passt, eine Chance", sagte Frentzen. Der 40-Jährige hatte am vorigen Wochenende am Rande des DTM-Rennens in Oschersleben mit dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) abschließende Gespräche geführt und dabei grünes Licht für den Einsatz in der "Grünen Hölle" erhalten. Frentzen, der in 157 Formel-1-Rennen drei Siege holte und 1997 Vize-Weltmeister sowie 1999 WM-Dritter war, hatte nach seinem Abschied aus den Deutschen Tourenwagen Masters Ende 2006 pausiert. Erst vor knapp drei Wochen hatte er beim Speedcar-Rennen in Bahrain sein Comeback gefeiert. Sein spektakulärer Öko-Renner basiert auf dem Apollo-Supersportwagen, der als Topversion mehr als 800 PS leistet und ein Spitzen-Tempo von 360 erreicht.

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