Frentzen und Heidfeld präsentieren neuen C22

Präsentation des neuen Sauber-Rennwagens C22 Präsentation des neuen Sauber-Rennwagens C22

Frentzen und Heidfeld präsentieren neuen C22

— 10.02.2003

Sauber bläst zum Angriff

Mit dem "Team Mönchengladbach" im Cockpit und Ferrari-Power im Heck des C22 will Sauber wieder "Best of the Rest" in der Formel 1 werden.

Frentzen erfolgreichster Sauber-Pilot

Nick Heidfeld und Heinz-Harald Frentzen haben am Sonntag (9.2.) in Zürich ihr neues Dienstauto enthüllt. Mit dem C22 will das Schweizer Team wieder auf Platz vier der Konstrukteurs-Wertung zurückkehren. Dabei soll vor allem die Erfahrung von Heimkehrer Heinz-Harald Frentzen helfen. "Heinz-Harald ist nach längerer Ausbildungzeit bei unterschiedlichen Teams wieder zurück", sagte Teamchef Peter Sauber mit einem Schmunzeln: "Wir freuen uns, dass er an Speed nichts verloren, aber an Erfahrung gewonnen hat."

Während der 25-jährige Heidfeld in seine dritte Saison bei Sauber geht, kehrte der zehn Jahre ältere Frentzen nach sechs Jahren zu seinem ersten Formel-1-Team zurück. Schon von 1994 bis 1996 fuhr er für Sauber und ist mit 29 WM-Punkten immer noch erfolgreichster Fahrer in der zehnjährigen Geschichte des Teams. Beim vorletzten Rennen 2002 in Indianapolis hatte er bereits ein vorgezogenes Kurz-Comeback gefeiert. "Das Team ist gewachsen, es gibt viele neue Leute", sagte Frentzen, der keine Probleme mit seinem jüngeren Ortsrivalen erwartet: "Wir hatten bis jetzt ein super Verhältnis und werden weiter daran arbeiten."

Auch "Quick Nick" hofft auf positive Einflüsse des neuen Partners. "Heinz-Harald bringt eine Menge Erfahrung mit. Das hat man schon in Indianapolis und bei den ersten Tests gesehen", sagte Heidfeld: "Von ihm kommt viel mehr Input als von unseren letzten Fahrern, die als Neulinge noch wenig Ahnung von der Abstimmung hatten."

Heidfeld überrascht vom neuen Motor

Der Brasilianer Felipe Massa wird auch nach seinem Abschied weiter mit Sauber in Kontakt bleiben. "Ich freue mich, dass mir Ferrari-Teamchef Jean Todt bestätigt hat, dass auch wir Massa für Testfahrten einsetzen können, wenn es Kapazitäten gibt", meinte Peter Sauber. Massa hatte erst in der vorigen Woche bei Ferrari als neuer zweiter Testfahrer angeheuert.

Sauber profitiert in vielen Dingen von der engen Partnerschaft mit Ferrari. Seit Jahren werden die Sauber-Boliden jeweils immer vom Vorjahresmotor von Ferrari angetrieben, das aktuelle Triebwerk dürfte rund 870 PS leisten. "Wir wussten vorher, welche PS-Steigerung uns erwartet, aber ich war erstaunt, was für ein großer Unterschied zu spüren war", meinte Heidfeld. Schon bevor er gemeinsam mit Frentzen am Sonntag vor rund 400 geladenen Gästen und Journalisten in einem Züricher Hotel die blaue Plane vom C22 zog, hatten beide Mitte Januar bei ersten Testfahrten mehr als 1000 Kilometer mit dem neuen Boliden abgespult – ohne größere Probleme.

"Man konnte schon spüren, dass der C22 in schnellen Kurven stabiler ist", sagte Heidfeld. Der neue Sauber orientiert sich in der Aerodynamik mit einer flachen Nase und einer schmalen Heckpartie am Vorjahresmodell von Klassenprimus Ferrari.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.