Klassische Offroader im Test

LandCruiser – Pathfinder – Pajero – Commander – Discovery LandCruiser – Pathfinder – Pajero – Commander – Discovery

Fünf klassische Geländewagen im Test

— 24.05.2007

Stadt-Land-Fluss

Toyota LandCruiser, Nissan Pathfinder, Mitsubishi Pajero, Jeep Commander und Land Rover Discovery sind Alleskönner, die vor keinem Einsatz zurückschrecken – ob Großeinkauf, Urlaubsreise oder Wasserloch. Nur eines sind sie nicht: sportlich-dynamisch.

Es ist noch nicht einmal zehn Jahre her: Wer seinerzeit einen großen Diesel-Allradler wollte oder brauchte, hatte die Wahl zwischen einer Handvoll hoch aufragender Geländewagen: dem Mitsubishi Pajero, Toyota LandCruiser, Nissan Patrol, Land Rover Discovery oder dem zum Opel Monterey umgetaufte Isuzu Trooper. Die PS-starken und schnittig-sportlichen Allrad-Verkaufsschlager der heutigen Zeit gab es noch nicht: Mercedes M-Klasse, BMW X5, Audi Q7, VW Touareg, Volvo XC90 waren allesamt noch nicht erfunden. Man begnügte sich mit 120-Diesel-PS und Tempo 150 – und war glücklich.

Fünf echte Kerle: Trotz SUV-Mode gibt es noch klassische Geländewagen.

Heute hat die neue Generation der aerodynamischen Super-Allradler den klassischen Geländewagen längst den Rang abgelaufen. Selbst als Diesel rennen X5 & Co. rund 200 km/h und besetzen selbstbewusst die vorderen Positionen der deutschen Allrad-Zulassungshitliste. Für die Klassiker bleiben inzwischen nur noch die Brotkrumen des Allradmarktes. Alle unsere fünf Vergleichstest-Kandidaten bringen es zusammen auf nicht einmal die Hälfte der Verkaufszahlen, die Mercedes allein von der M-Klasse in Deutschland absetzt. Der Mitsubishi Pajero führte die deutsche Allradhitliste sogar schon einmal an – im Jahre 1990. Letztes Jahr dümpelte er abgeschlagen auf Rang 26. Sind also diese Klassiker nicht mehr gefragt?

Irgendwie mit Schwarzenegger verwandt: der Jeep Commander.

Doch, denn wer den Markt über all die Jahre präzise beobachtet hat, stellt schnell fest, dass die Verkaufszahlen klassischer Geländewagen zwar niedrig sind, aber inzwischen seit Jahren konstant. Es gibt also eine gleichbleibende Zahl von Interessenten. Nicht viele, aber ausreichend viele, sodass es sich für die Fahrzeughersteller auch heute lohnt, solche Autos anzubieten und neue Modelle zu entwickeln. Neu in der Runde unter unseren fünf Aufrechten ist der Amerikaner, der Jeep Commander. Irgendwie scheint er mit Arnold Schwarzenegger verwandt zu sein. Denn beide geben sich vom äußeren Habitus gerne selbstbewusst-amerikanisch, obwohl ihre Wiegen im österreichischen Graz liegen.

Die für Europa bestimmten Commander werden nach Anlieferung eines allumfassenden Teilesatzes aus Amerika bei Magna-Steyr in der Alpenrepublik montiert. Nüchtern betrachtet ist der seit 2006 angebotene Commander nichts weiter als ein Jeep Grand Cherokee mit einer anderen Karosserie, denn er verwendet die komplette Technik des fünf Zentimeter kürzeren Bruders. Aber der Auftritt ist ein komplett anderer.

Fazit von AUTO BILD ALLRAD-Redakteur Martin Braun:

Der praktische Land Rover gewinnt, weil er keine dramatischen Schwächen hat – und einen akzeptablen Preis. Das Mittelfeld bilden Toyota, Nissan und Jeep. Toyota sollte Preis und Bremsen überarbeiten. Der Nissan ist zwar günstig, aber wegen seiner Automatik zu durstig. Zu durstig ist auch der eindrucksvolle und sprintstarke Jeep. Eine angemessene Bodenfreiheit hätte ihn weiter nach vorne gebracht. Der Mitsubishi hat zu viele Schwächen – auch nach der großen Überarbeitung: Der Motor ist immer noch viel zu laut, die Vollkasko zu teuer, die Wartungsintervalle sind zu kurz. Wenigstens stimmen Preis und Verbrauch.

Den gesamten Vergleich mit allen technischen Daten und Wertungen können Sie hier als PDF herunterladen.

Autor: Martin Braun

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.