Fünf starke Kompakte mit Diesel

Audi A3 Sportback 2.0 TDI Audi A3 Sportback 2.0 TDI

Fünf starke Kompakte mit Diesel

— 22.02.2008

Die Knauser-Knaller

Sie sind schnell und sparsam. AUTO BILD SPORTSCARS hat fünf der sportlichsten Kompaktfahrzeuge mit Dieselmotor auf den Nürburgring gelassen. Audi, BMW, Renault, Seat oder VW: Welcher ist der Schnellste?

Genuss ohne Reue, gibt es den? Die Supermarktregale sagen ja. Hunderte fett- und cholesterinreduzierter Produkte warten auf gläubige Käufer. Vertraut man den verlockenden Werbebotschaften, verlieren sogar fettige Kartoffelchips ihren schlechten Ruf. Doch zu Hause wartet dann meistens die bittere Enttäuschung. Entweder es schmeckt nicht oder es ist dann doch weniger gesund, als man angenommen hat. Ähnlich verhält es sich in Sachen Auto. Seien wir ehrlich. Je kräftiger das Auto, desto größer das Spaßpotenzial. Doch PS-starke Boliden haben einen großen Nachteil. Sie verbrauchen viel Kraftstoff. In Zeiten von Ökosteuer und CO2-Debatte für viele ein Totschlag-Argument.

Verbrauch? Abgase? Kosten? Hier geht's um Fahrspaß!

Ich geb Gas, ich will Spaß! Bei diesem Tests gings hauptsächlich um Rundenzeiten.

Doch anders als bei vielen Lebensmitteln gibt es bei den Autos einen schmackhaften Mittelweg. Immer mehr Hersteller bieten ihre Modelle mit modernen Turbodieseln an – mit mächtig Bumms und wenig Durst. Momentaner Stand der Technik in der Kompaktklasse: vier Zylinder, zwei Liter Hubraum, circa 170 PS. Verlockend also, fünf dieser sportlichen Selbstzünder auf den Nürburgring einzuladen. Auf der Kurzanbindung des Formel-1-Kurses ging es primär um Rundenzeiten, Fahrspaß und Sportlichkeit, der sparsame Verbrauch rückte für ein paar verregnete Stunden in den Hintergrund. Denn das Eifelwetter erwies sich einmal mehr als launisch. Kaum waren wir angekommen, öffnete der graue Himmel seine Pforten und machte es unmöglich, auch nur eine Runde auf trockener Strecke zu absolvieren. Immerhin: Die Bedingungen waren für alle Konkurrenten identisch und so entschieden wir uns trotz widriger Wetterumstände, den Test durchzuführen.

Nur äußerlich ein Langweiler: der Audi A3

Auf den ersten Blick etwas bieder: der Audi A3.

Erster am Start: der Audi A3 Sportback 2.0 TDI. Der wirkt auf den ersten Blick eher bieder, und auch der zweite Augenkontakt lässt weder innen noch außen sportliche Details erkennen. Dafür punktet der Ingolstädter mit der gewohnten Audi-Perfektion in Sachen Material- und Verarbeitungsqualität. Das Cockpit wirkt wie aus einem Guss, die übersichtlichen Armaturen verwöhnen das Auge, satt einrastende Schalter die Hände. Doch beim Starten ist es vorbei mit der Gediegenheit. Das 170 PS starke Pumpe-Düse-Aggregat rappelt derart laut vor sich hin, dass man sich fragt, ob bei der Montage nicht Dämm-Material vergessen wurde. Die Antwort lautet nein. Um es vorwegzunehmen: Die baugleichen Triebwerke von Seat Leon und VW Golf  bieten die gleiche Geräuschkulisse.

Doch kommen wir zurück zum Audi. Egal wie laut der Motor auch sein mag – die Art und Weise der Leistungsentfaltung ist immer wieder beeindruckend. Nach einem kleinen Turboloch scheint die Leistung förmlich zu explodieren, bereits bei 1750 Umdrehungen liegt das maximale Drehmoment von 350 Newtonmetern an. Die wurden vom A3 trotz deaktiviertem ESP dank griffiger Pirelli-Reifen erstaunlich gut auf die pitschnasse Piste gebracht. Egal wo und wann – wer fleißig schaltet, hat Schub in allen Lagen. Die Lenkung reagierte schön direkt, könnte jedoch ein bisschen mehr Gefühl vermitteln. Dank des Audi-typischen straffen Serienfahrwerks ließ sich der Sportback wunderbar um den Kurs zirkeln. Das Handling erwies sich dabei als einfach und stets kontrollierbar. Am Ende des Tages erreichte der Audi eine Rundenzeit von 2:09,34 Minuten.

Fazit: Rang drei für den Ingolstädter

Sein Motor ist laut und knurrig, die Kraftentfaltung explosiv. Wie der BMW ist auch der A3 mit einem normalen Fahrwerk ausgestattet. Das lässt ihm im Vergleich mit seinen beiden besser platzierten Konzernbrüdern VW Golf und Seat Leon keine Chance.

In der  Bildergalerie erfahren Sie, wie der BMW 120d, der Seat Leon FR TDI, der Renault Mégane Sport 2.0 DCI und der VW Golf GT Sport TDI abgeschnitten haben. Den gesamten Text mit ausführlichen Tabellen und dem Fazit können Sie sich hier bequem als PDF herunterladen.

Autor: Lars Zühlke

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.