Mit dem Autor zur Fußball-EM

Fußball-EM ohne Strafzettel

— 05.06.2012

Mit dem Auto zur Fußball-EM

Andere Länder, andere Verkehrsregeln: Das gilt auch für Polen und die Ukraine. Was Fußballfans wissen sollten, die mit dem eigenen Auto zur Fußball-EM reisen wollen.

Fußballfans, die mit dem Auto zur Fußball-Europameisterschaft nach Polen oder in die Ukraine fahren wollen, sollten sich vor Antritt der Tour unbedingt mit den wichtigsten Verkehrsregeln und Einreisebestimmungen vertraut machen: Da Polen Mitglied der Europäischen Union ist, gelten keine besonderen Einreisebestimmungen. Zu beachten sind jedoch die folgenden Verkehrsregeln. Ein Licht-Grünpfeil rechts neben einer Ampel (Rechtsabbiegerpfeil) bedeutet – anders als in Deutschland –, dass man vor dem Abbiegen anhalten muss. Außerdem ist darauf zu achten, andere Verkehrsteilnehmer – insbesondere den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr der freigegebenen Verkehrsrichtung – nicht zu behindern oder zu gefährden. In Polen muss auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden.

Alkohol ist für Autofahrer in Polen tabu

Das Benutzen von Mobiltelefonen ist dem Fahrer in Polen strikt untersagt: Wer trotzdem telefoniert, muss mit 50 Euro Bußgeld rechnen. Die Promillegrenze liegt bei 0,2 Promille, bei höheren Werten drohen Geldstrafen ab 145 Euro und eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren. Außerdem gilt "Licht an" auch am Tag. Die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten für Pkw sind in Polen: innerorts 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, Schnellstraßen 100 km/h und auf Autobahnen 140 km/h. Wer zu schnell fährt, muss ab 125 Euro Bußgeld bezahlen. Bei weniger schwerwiegenden Verkehrsverstößen kann die Polizei an Ort und Stelle ein Verwarnungs- bzw. Bußgeld verhängen. Ein Verwarnungsgeld muss sofort in Zloty gezahlt werden.

In der Ukraine gilt: Handyverbot am Steuer!

Bei der Einreise in die Ukraine müssen Autofahrer mit Grenzkontrollen und mehrstündigen Wartezeiten rechnen. Reisende aus Deutschland benötigen einen gültigen Reisepass (ein Personalausweis reicht nicht). Zu beachten sind zudem die folgenden Verkehrsbestimmungen: Der Promillegrenzwert liegt in der Ukraine bei 0,0. Wer dagegen verstößt, muss mit Geldstrafen ab 240 Euro und teilweise auch mit einer Inhaftierung rechnen. Wie in Deutschland und Polen ist auch in der Ukraine das Handy am Steuer verboten (Geldbuße ab 40 Euro). Führen Autofahrer keine Warnweste im Fahrzeug mit, drohen Knöllchen ab fünf Euro.

Mehr zum Thema Reise: Zur Reiseseite von autobild.de

Die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten für Pkw sind in der Ukraine: innerorts 60 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen 130 km/h. Bei Überschreitung drohen Geldbußen ab 25 Euro. Führerscheininhaber, die ihre Fahrerlaubnis weniger als zwei Jahre besitzen, dürfen generell nicht schneller als 70 km/h fahren. Derzeit ist es der Polizei in der Ukraine nicht erlaubt, wegen Verkehrsverstößen direkt vor Ort abzukassieren. Sollte eine Geldbuße verhängt und nicht vor der Ausreise beglichen worden sein, kann die Polizei das Kfz bis zur Bezahlung beschlagnahmen. Von ukrainischen Behörden verhängte Geldbußen können in Deutschland nicht vollstreckt werden. Für in der Ukraine und Polen begangene Verkehrsverstöße gibt es keine Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister. Für beide Länder ist zu beachten: Zahlreiche Kfz-Versicherungen klammern osteuropäische Staaten ausdrücklich aus dem Versicherungsschutz aus. Ein Blick in die Versicherungspolice schafft hier schon vor der Abfahrt Klarheit.

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