Fußgänger-Crashtest

Fußgänger-Crashtest

— 27.06.2012

Das könnte ein Mensch sein

Auto gegen Fußgänger – das nimmt häufig ein dramatisches Ende. Lesen Sie, ob Dummy Dieter überlebt hätte und welchen Unterschied ein paar km/h für die Sicherheit eines Fußgängers ausmachen.

Wir sind in Neumünster, Schleswig-Holstein, auf der Crashbahn der DEKRA-Experten. Ich, der AUTO BILD-Redakteur, und Dieter, der Dummy. Dabei habe ich noch den besseren Job erwischt. Ich muss bloß zugucken. Aber Dieter, der steht im Regen und wartet auf den großen Knall. Es geht um Fußgängerschutz, um die Gefahr beim Unfall mit einem Auto. Und um die Frage: Mit welchen Verletzungen endet solch ein Crash? Dreimal wird Dieter dafür angefahren. Erst mit 30 km/h, dann mit 50 und zum Schluss sogar mit Tempo 65. Drei baugleiche VW Golf III nehmen dafür Anlauf und fangen kurze 300 Millisekunden vor dem Zusammenstoß an, abzubremsen.

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Um später die Aufprallspuren an den Autos besser zuordnen zu können, sind Dieters Kopf, seine Schulter, Hände und Oberschenkel verschieden angemalt. Wir wollen sehen, ob es zum Kontakt zwischen Kopf und Scheibe oder dem Scheibenrahmen kommt. Immer dann ist mit lebensgefährlichen Verletzungen zu rechnen. In unserem Versuch passiert das bei Tempo 50. DEKRA-Unfallexperte Jörg Ahlgrimm: "Ein Erwachsener hätte das nur schwer verletzt überlebt, bei Tempo 30 wäre hingegen wenig passiert!"
Bernd Volkens

Bernd Volkens

Fazit

Tempo tötet! Ein Fußgängerunfall geht bei 30 km/h noch glimpflich aus, bei 65 ist er kaum zu überleben. Viele vergessen, dass zum Bremsweg auch noch der Reaktionsweg kommt, der ist bei Tempo 65 circa 18 Meter lang. Für den Autofahrer heißt das: runter vom Gas und aufmerksam fahren.

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