Formel 1

Gas und Bremse: Olympische Spiele

— 10.08.2016

Formel 1 bei Olympia?

In Rio de Janeiro kämpfen rund 10.000 Sportler um Medaillen. Formel-1-Fahrer sind nicht dabei. Sollte sich das in Zukunft ändern oder nicht? ABMS diskutiert.

Während sich die Formel 1 in der Sommerpause befindet, erleben diverse Sportarten bei den Olympischen Spielen ihren Jahreshöhepunkt. Warum ist eigentlich die Formel 1 kein Teil der Spiele? Sollte nicht eine der größten Sportarten der Welt auch bei der weltgrößten Sportveranstaltung vertreten sein?

Gas: Formel 1 heißt sportliche Höchstleistungen

Bei den olympischen Spielen werden die bekanntesten Sportarten der Welt ausgetragen und dazu zählt nun mal auch die Formel 1. Motorsport ist auch Sport, auch wenn die sportlichen Höchstleistungen der Fahrer oftmals unterschätzt und nicht anerkannt werden. Die Gravitationskräfte, die ein Fahrer aushalten muss sind immens. Die Fahrer kämpfen gegen die physikalischen Gesetze. Die Fahrer bremsen das Auto von über 300 auf unter 100 km/h herunter – wobei Kräfte im Bereich des vier- bis fünffachen des Körpergewichts auf den Piloten wirken. Das erfordert eine starke Schulter-, Rücken- und Nackenmuskulatur. Um diese aufzubauen, durchlaufen die Fahrer ein hartes Fitnessprogramm. Da die Rennen über 90 Minuten lang sind und die Fahrer keine Zeit zum Verschnaufen haben, müssen sie über eine gute Ausdauer verfügen. Die Fahrer schwitzen pro Rennen sogar rund drei Kilogramm Körpergewicht aus.

Zudem würde es auch gut in den zeitlichen Rahmen passen, denn die olympischen Spiele finden meistens in der Sommerpause der Formel-1-Weltmeisterschaft statt. Die charismatischen Symbolpersonen und Sportasse wie Fernando Alonso, Sebastian Vettel und Lewis Hamilton würden doch außerdem den Spielen noch ein wenig mehr Stil und Glamour verpassen. (Alexander Warneke)

Bremse: Material darf nicht bestimmen

Medaillen statt Pokale? Sollte die Formel 1 olympisch werden?

Formel 1 bei Olympia – eine Idee, die in regelmäßigen Abständen auftaucht. Im Vier-Jahres-Rhythmus um genau zu sein. Allein: Formel 1 bei den Olympischen Spielen wird es aller Voraussicht nach nicht geben und das zurecht. Sollten bei den Olympischen Spielen nicht Sportler und ihre herausragenden Leistungen gewürdigt werden? Fährt Sebastian Vettel 2016 wirklich schlechter als Lewis Hamilton? Ist Nico Rosberg wirklich besser als Max Verstappen? Und ist es sinnvoll, dass ein Pascal Wehrlein in seinem Manor-Mercedes von Anfang an keine Chance auf eine Medaille hat?

Natürlich müssen Formel-1-Fahrer sportlich fit sein. Aber über den Ausgang eines Rennens bestimmen eben nicht nur alleine sie, sondern zu einem großen Anteil auch das Material. Elf der zwölf Saisonrennen wurden von Mercedes-Fahrern gewonnen – weil sie über das beste Auto verfügen. Und das entspricht nicht der olympischen Philosophie. Nichts desto trotz: Rennsport bei Olympia wäre durchaus sinnvoll, aber das geht nur, wenn identische Fahrzeuge an den Start gebracht werden und alle Fahrer denselben Ingenieur haben. Und das wiederum würde dem Geist der Formel 1 widersprechen. (Michael Zeitler)

Autoren: Alexander Warneke, Michael Zeitler

Fotos: picture-alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.