Gebrauchte mit Euro 6 im Test

Volvo XC60 Citroën C4 Picasso Opel Corsa

Gebrauchtwagen-Test: Autos mit Euro 6

— 19.05.2016

Sechs Euro-6-Modelle im Check

2017 droht die blaue Plakette! AUTO BILD zeigt sechs Gebrauchte, die auch dann noch überall freie Fahrt haben.

Abgasskandale ohne Ende – und besonders die Diesel geraten immer mehr unter Druck. So bringt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) nicht nur ein Ende der Diesel-Subventionen ins Gespräch, sondern setzt sich für eine Verschärfung und Durchsetzung der Abgas-Grenzwerte ein. Erste Folge der politischen Offensive gegen den Diesel ist eine neue Plakette. Nach Rot, Gelb und Grün kommt nun Blau. Sie soll helfen, den zu hohen Stickoxidanteil zu senken.
Lesen Sie auch: Diskussion um blaue Umweltplakette

Ältere Modelle werden an Wert verlieren

Da Diesel besonders viel Atemgift produzieren, drohen ihnen massive Fahrverbote in Großstädten. Nur wenn sie die strenge Euro-6-Norm erfüllen, bleiben sie von Einfahrverboten in Umweltzonen verschont. Ob ältere Modelle umgerüstet werden können, ist noch unklar. Ihre Preise werden nachgeben. Das zeigen die Erfahrungen mit roter und gelber Plakette. Immerhin: Wer auf dem Land wohnt und den Zug in die City nimmt, kann Schnäppchen machen. Für alle anderen haben wir sechs Euro-6-Modelle herausgesucht, die auch in Zukunft freie Fahrt haben.

AUTO BILD hat BMW 530d, Mercedes A 220 CDI, Opel Corsa 1.3 CDTI, Citroën C4 Picasso Blue HDi150, Volvo XC60 D4 und VW Passat 2.0 Blue TDI gecheckt: Was Sie vor dem Kauf wissen sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie.
Blaue Plakette: Neue Fahrverbote für Diesel
Die Umweltminister der Länder haben am 7. April beschlossen: Die blaue Plakette soll her! Bisher hatte der Windschutzscheiben-Aufkleber für die strengste Abgasnorm die Farbe Grün. Er berechtigte Autos mit niedrigen Feinstaubemissionen zum Befahren deutscher Innenstädte, wenn diese Umweltzonen eingerichtet haben. Die blaue Plakette zielt dagegen auf besonders niedrigen Stickstoffausstoß. Auch der ist in Ballungszentren ein Problem. Erhöhte Konzentration von Stickstoffdioxid (NO2) kann beim Menschen zu Reizungen und Beschwerden der Atemwege führen. Herz- und Kreislauf-Erkrankungen nehmen durch Autoabgase zu. Da Bürger ein Anrecht auf saubere Luft haben, mehren sich Klagen gegen die Städte und Gemeinden. Die sind per Gesetz verpflichtet, Maßnahmen zur Verringerung von Feinstaubemissionen zu ergreifen. Eine strengere Abgaskennzeichnung soll Abhilfe schaffen. Wie bisher können Städte in Eigenregie entscheiden, ob sie verschärfte Zonen mit Einfahrverboten einrichten wollen und wie groß diese ausfallen sollen. Freie Fahrt erhalten alle Benziner, die bisher gut genug für den grünen Feinstaub-Button waren. Die Begründung ist einfach. Stickoxid wird besonders stark von Dieseln produziert. Für sie fallen darum die Konsequenzen härter aus. Lediglich Selbstzünder, die die strenge und erst seit dem 1. September 2015 Pflicht gewordene Euro-6-Norm erfüllen, erhalten Einfahrt. Die Folge: Im Gegensatz zur ersten Plakettenwelle sind dieses Mal auch sehr junge Fahrzeuge betroffen. Insgesamt fallen in Deutschland über zehn Millionen Dieselautos (Euro 1 bis 5, keine, rote, gelbe und grüne Plakette) unter die neue Regelung. Ärgerlich: Fahrzeuge, die nicht nachgerüstet werden können, dürften spürbar an Wert verlieren.

Gebrauchte mit Euro 6 im Test

Mercedes A-Klasse Volvo XC60 Citroën C4 Picasso
Autor:

Malte Büttner

Fazit

Statt auf effiziente Verkehrsleitsysteme zu setzen und mit mehr Radwegen echte Alternativen zu bieten, kommt mit einer neuen Plakette buchstäblich eine Luftnummer. Doch die ist nur auf den ersten Blick billiger. Der volkswirtschaftliche Schaden durch den Wertverlust der betroffenen Autos ist immens.

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