Gebrauchte Euro-6-Diesel im Test

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Gebrauchtwagen-Test: Diesel mit Euro 6

— 24.03.2017

Diese Diesel dürfen weiter fahren

Stuttgart sperrt 2018 Euro-5-Diesel aus, andere Städte dürften folgen. AUTO BILD zeigt gebrauchte Euro-6-Diesel, die weiterhin freie Fahrt haben. Gebrauchtwagen-Test!

Die angekündigten Fahrverbote für Diesel in Stuttgart befeuern die Diskussionen über die blaue Plakette. Nur wenn Fahrzeuge die strenge Euro-6b-Norm erfüllen, bleiben sie von Einfahrverboten in Umweltzonen verschont. Um die von der EU geforderten Grenzwerte zu erreichen, müssen die meisten Selbstzünder raus aus der Stadt.

Hohe Preise für gebrauchte Diesel

Das Konzept sieht vor die blaue Plakette an Diesel ab Euro 6 und Benziner ab Euro 3 auszugeben.

Die Alternative zu einem Neuwagen ist ein gebrauchter Diesel, der schon Euro 6 erfüllt. Das Angebot an Diesel-Gebrauchtwagen mit Euro-6-Norm ist überschaubar. Wegen möglicher Fahrverbote werden sie – bei steigender Nachfrage – im Gegensatz zu anderen Dieseln vermutlich wertstabil bleiben. Die Modellvielfalt ist groß, kleiner Tipp für die Internetsuche: Nicht in erster Linie im großstädtischen Umfeld schauen, sondern im ländlichen Bereich. Hier spielt die Euro 6-Norm keine so große Rolle. Dort sollten die Preise weniger stark anziehen.

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Lesen Sie auch: Diskussion um blaue Umweltplakette 

Euro 6c-Norm kommt 2021

Zukunftssicher: Der Audi A6, schon ab Herbst 2014 mit einem SCR-Katalysator ausgestattet.

Doch auch ein gebrauchter Diesel, der die heutige Euro-6b-Norm erfüllt, könnte in den nächsten Jahren ausgesperrt werden. Die Gesetzeslage wird sich mit der Euro-6c-Norm weiter verschärfen. Diese tritt für neu typgeprüfte Autos ab 1. September 2017 und für alle neuen Autos ab 1. September 2018 in Kraft. Mit der Euro 6c-Norm sind die Grenzwerte wohl nicht mehr ohne einen SCR-Katalysator mit Harnstoffeinspritzung zu schaffen. 2021 folgt dann schon die noch stengere Euro 6d – die nächste Runde im Kampf um saubere Luft und ihre Grenzwerte ist also schon absehbar.
Warum reicht die grüne Diesel-Plakette nicht mehr aus?
Die grüne Plakette bezieht sich im Kern auf die Feinstaubbelastung. Die wurde durch die Einführung von Partikelfiltern bei Dieselmodellen deutlich gesenkt. Die geplante blaue Plakette bezieht sich auf den Stickoxidausstoß, der bei Euro-6-Dieseln am geringsten ist.
Welche Diesel wären von Fahrverboten betroffen?
Alle Diesel bis Schadstoffklasse Euro 5. Zwar sind viele Euro-6-Diesel im Fahrbetrieb kaum besser. Aber da bisher nur wenig Euro-6er zugelassen sind und sie die aktuell sauberste Technik an Bord haben, sollen sie nicht unter die Verbote fallen.
Wo sollen die zukünftigen Diesel-Fahrverbote gelten?
Auf jeden Fall in den Umweltzonen. Das wäre in Stuttgart ab 1.1.2018 praktisch die ganze Innenstadt. Gibt es bis dahin keine blaue Plakette zur Kontrolle, könnten sehr stark belastete Straßen für Diesel ganz gesperrt und als Luftreinhaltezonen deklariert werden.
Wie kann ein Diesel auf Euro umgerüstet werden?
Ohne SCR-Kat läuft es nicht. Die wesentlichen Hürden bei dessen Einbau sind der Eingriff in die Motorsteuerung, um die Harnstoffeinspritzung zu steuern, und das Platzieren des AdBlue-Tanks im Auto:. So läuft das Umrüsten auf Euro-6-Norm.
Hier kommen gebrauchte Euro-6-Diesel.

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